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Die Berliner Wirtin will sich nicht einschüchtern lasen 

„Nazis nicht willkommen“

Wirtin will keine AfD-Gäste - Jetzt wird sie beleidigt und bedroht 

Eine Berliner Wirtin hat sich mit einem Posting klar gegen die AfD positioniert. Nun eskaliert die Situation.

Berlin-Kreuzberg - Es begann mit einem Tweet am 3. Juni: „Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin dass Nazis generell inklusive zur Fußball-WM bei uns nicht willkommen sind. Und damit meinen wir ausdrücklich Anhänger der AfD“, schrieb die Wirtin des Berliner Café “Rizz” auf Twitter.

Für ihre klare Positionierung wird die Wirtin nicht nur massiv von rechten Usern beleidigt und bedroht - sondern kassiert plötzlich massenhaft negative Bewertungen für ihr Restaurant auf Google und Facebook. Die Negativurteile häufen sich derart, dass sich die Wirtin an Google wandte. 

„Hallo @GoogleDE würdet Ihr bitte mal unsere Bewertungen bei Euch prüfen und dann handeln? Wir werden seit gestern von rechten Usern ,die noch nie im Laden waren mit 1* Bewertungen ranziges Essen etc. angegriffen, da wir uns hier gegen Nazis positioniert haben #NoNazis #Kreuzberg“. Eine Reaktion von Google habe sie bisher noch nicht erhalten, sagte die Wirtin der Huffington Post. „Fast war ich soweit, unsere Seiten vom Netz zu nehmen”, so die Betreiberin des Cafés, die hinter der Aktion AfD-Sympathisanten vermutet. Doch einschüchtern lassen wolle sie sich nicht. “Man muss sich positionieren”, sagte sie. 

„Haltung hat Respekt verdient“ 

Inzwischen zeigen sich immer mehr User solidarisch mit der Wirtin. „Lassen Sie sich nicht einschüchtern. Ihre Haltung hat Respekt verdient“, kommentiert ein User den Tweet. „Café Rizz wir stehen zu Ihnen... Werde es unseren Touristen in Berlin weiterleiten. Als Guide in Berlin werde ich Sie unterstützen“, bemerkt ein weiterer. Die kämpferische Wirtin will sich nicht beirren lassen und versucht trotz allem, ihren Humor nicht zu verlieren, wie dieser Tweet zeigt.  

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es

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