S7 und S20: Bis zu 20 Minuten Verspätungen 

S7 und S20: Bis zu 20 Minuten Verspätungen 
+
Die sogenannte Kanzler-U-Bahn wird deutlich teurer als erwartet.

In Berlin

Kanzler-U-Bahn wird um 92 Millionen Euro teurer

Berlin - Die Berliner haben schon wieder ein Problem mit einem Bauvorhaben. Die sogenannte Kanzler-U-Bahn durch die historische Mitte der Hauptstadt wird deutlich teurer als erwartet.

Die Kosten für die in Bau befindliche U-Bahn durch Berlins historische Mitte, die sogenannte Kanzler-U-Bahn, dürften nach Informationen der "Berliner Morgenpost" um 92 Millionen Euro steigen. Neuerdings werde mit einem Gesamtvolumen von 525 Millionen Euro gerechnet, sagte die Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Sigrid Nikutta, der Zeitung (Sonntagsausgabe). Bislang hatte die BVG für den Bau der gut zwei Kilometer langen Tunnelstrecke zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor 433 Millionen Euro veranschlagt.

Die in der aktuellen Kostenschätzung errechneten Mehrkosten müssten der Bund und das Land Berlin als Auftraggeber für das Bauvorhaben tragen, erläuterte Nikutta. Verhandlungen über zusätzliche Finanzmittel habe es noch nicht gegeben. Es gebe dafür bislang keine Notwendigkeit. Denn das im Sommer 2012 gestartete Vorhaben liege noch innerhalb des Finanzrahmens.

Die Fertigstellung der aus zwei Tunnelröhren und drei neuen Bahnhöfen bestehenden Strecke ist derzeit für Herbst 2019 vorgesehen. Der bis dahin zu erwartende Anstieg der Baupreise sowie zusätzliche Aufwendungen etwa für Öffentlichkeitsarbeit und die juristische Begleitung des Projekts seien in der jetzt erfolgten Neukalkulation der Gesamtkosten berücksichtigt, sagte Nikutta. Zudem seien zuvor nicht geplante Leistungen mit eingerechnet worden. Dazu gehöre zum Beispiel auch der drei Millionen Euro teure Bau eines Logistikhafens an der Spree, über den ein Großteil des durch den Tunnelbau entstehenden Erdaushubs abtransportiert wird.

AFP

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Kommentar zu Bayerns Nachtragshaushalt: Grund zur Sorge
Dank zusätzlicher Steuereinnahmen wächst der Haushalt des Freistaates Bayern im kommenden Jahr um 524 Millionen Euro. Ein Kommentar von Merkur-Redakteur Christian …
Kommentar zu Bayerns Nachtragshaushalt: Grund zur Sorge
Nach Wiederwahl an die Spitze: Wagenknecht düpiert Riexinger
"Bernd, das ist die Pressekonferenz der Fraktion" - nach ihrer Wiederwahl an die Fraktionsspitze weist Wagenknecht den Linke-Chef öffentlich in die Schranken. Heute geht …
Nach Wiederwahl an die Spitze: Wagenknecht düpiert Riexinger
Trumps Einreisebestimmungen erneut blockiert
Seit Januar liefert sich Donald Trump ein juristisches Gezerre um seine Einreiseverbote. Nach mehreren Rückschlägen wollte es seine Regierung noch einmal versuchen - …
Trumps Einreisebestimmungen erneut blockiert
Münchner CSU rebelliert doch nicht: Debatten um Parteivorsitz vorerst zurückgestellt
In der Münchner CSU haben sich nicht alle über Nacht in Fans von Söder verwandelt – aber der Unmut über Seehofers Führungsstil ist inzwischen einfach zu groß. Und …
Münchner CSU rebelliert doch nicht: Debatten um Parteivorsitz vorerst zurückgestellt

Kommentare