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Bernd Lucke geriet bei Günther Jauch wegen einer eigenen Aussage spürbar ins Schwimmen.

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AfD-Lucke sorgt mit Pegida-Post für Aufregung

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Berlin - Am Sonntagabend war der AfD-Vorsitzende Bernd Lucke bei Günther Jauch. Dort sorgte er mit widersprüchlichen Aussagen zu einem Facebook-Post für Aufregung. Haben die Pegida-Demonstranten Recht? Diskutieren Sie mit.

Am vergangenen Montag fanden die Pegida-Demonstrationen in Dresden einen neuen Höhepunkt. Mehr als 10.000 Menschen gingen auf der Seite der den Islam ablehnenden Protestierenden auf die Straße. Aber auch knapp 9.000 Gegendemonstranten waren vor Ort. 

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Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" waren mittlerweile Thema bei diversen politischen Talkshows, so auch am Sonntag auch bei Günther Jauch. Einer der Diskussionsteilnehmer war der Bundesvorsitzende der Alternative für Deutschland, Bernd Lucke. Dieser wurde von der Redaktion der Sendung mit den Worten eingeführt: "Er hält die Forderungen der Pegida für legitim" und sorgte damit für einige Diskussionen. Zunächst gab der AfD-Vorsitzende noch zu, nicht genau zu wissen, um wen es sich bei den Demonstranten überhaupt handelte. Seine anfängliche Skepsis habe sich aber in den vergangenen Wochen gewandelt in eine Art Bewunderung für die Proteste. Die Standfestigkeit der friedlichen Demonstranten habe ihn beeindruckt: Auch das Selbstbewusstsein, das die Protestierenden an den Tag legen würden und das trotz des "schwierigen Gebietes, wo man ja befürchten muss, dass es zu rechtsradikalen Ausschreitungen kommen".

Innerhalb der illustren Gesprächsrunde mit Jens Spahn (CDU-Bundestagsabgeordneter), Gesine Schwan (SPD), Michael Spreng (Politikberater) und Wolfgang Donsbach (Kommunikationsforscher aus Dresden) bei Jauch stach Bernd Lucke mit seiner Meinung durchaus hervor. Er relativierte die Grundforderungen der Pegida und wies darauf hin, dass er von der Redaktion falsch zitiert worden sei. Nachdem ihn der Moderator darauf hinwies, dass er die Aussage "Ich halte die Forderungen der Pegida für legitim" selbst getätigt habe, antwortete er mit einem "nein habe ich nicht".

Immer wieder rechtfertigt der AfD-Bundesvorsitzende das Positionspapier der Pegida und weist auf die islamische Rechtsprechung Scharia hin. Doch eine klare Äußerung hinsichtlich der rechtsextremen Teilnehmer, welche die friedlichen Demonstrationen für ihren Zweck missbrauchen könnten, lässt er sich nicht entlocken.

Zum Schluss der Sendung kommt es zu einer finalen Konfrontation zwischen Jauch und Lucke. Es geht noch einmal um die Aussage, mit der Lucke in die Sendung eingeführt wurde, und die er dann nicht getätigt haben will. Es wird die Facebook-Seite des AfD-Manns eingeblendet, wo schwarz auf weiß die zitierten Worte stehen.

Als Jauch den AfD-Chef auf sein eindeutiges Posting auf seiner Facebook-Seite hinweist, gibt er kleinlaut zu: "Ja das steht da in der Tat." Und schiebt dann die Schuld auf andere: "Wissen sie, man hat ja manchmal Mitarbeiter die schreiben da Sachen auf die Facebook-Seite" und erntet dafür auch prompt ein Raunen aus dem Publikum und Widersprüche der Diskussionsteilnehmer.

Die Aussage auf seiner von über 11.500 Leuten geliketen Seite in dem sozialen Netzwerk bringt den AfD-Vorsitzenden merkbar aus der Fassung. Und auch unter seinem Post geht es nach dem Jauch-Talk zur Sache. Am Montagmorgen gab es bereits mehr als 550 Kommentare.

Wie denken Sie darüber? Halten Sie die Forderungen der Pegida für legitim? Nutzen Sie unsere Kommentarfunktion und diskutieren Sie mit.

bix

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