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AfD-Chef Bernd Lucke.

"Spiegel" berichtet

Lucke will sich gegen rechten AfD-Flügel wehren

Berlin - Der seit Wochen unter Druck stehende Parteichef der AfD, Bernd Lucke, will laut einem Medienbericht nicht aufgeben, sondern einen neuen Angriff auf seine parteiinternen Gegner starten.

"Spiegel Online" berichtete am Sonntagabend unter Berufung auf Luckes Unterstützerkreis, der Parteichef plane einen letzten Generalangriff auf seine Rivalen im Vorstand, vor allem auf seine Co-Sprecherin Frauke Petry und den NRW-Parteichef Marcus Pretzell. Bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Hans-Olaf Henkel wolle Lucke voraussichtlich am 18. Mai mit dem rechten Flügel in der AfD abrechnen.

Henkel, der jüngst erst seinen Posten im AfD-Bundesvorstand niedergelegt hatte, weil ihm die Partei zu sehr nach rechts gerückt war, bestätigte die Pläne dem Bericht zufolge indirekt. "Die AfD-Basis muss erfahren, was da an der Spitze gespielt wird, wie einige wenige Funktionsträger dieser Partei mit ihrem Rechtskurs empfindlich schaden", sagte er demnach dem "Spiegel". Denn die "überwältigende Mehrheit" der Mitglieder sei gerade nicht den Rechten zuzurechnen. Sie unterschätzten nur die rechte Gefahr.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe) Luckes Ko-Vorsitzenden, Konrad Adam, mit den Worten zitiert: "Es gibt handfeste Indizien dafür, dass Bernd Lucke sich dazu entschieden hat, die AfD zu verlassen." Adam forderte den Parteichef demnach auf, sich dazu zu äußern. Ein Parteisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag, Lucke kommentiere "keine Gerüchte".

Der "Welt" sagte Adam, "die Anzeichen haben sich verdichtet, dass eine Parteispaltung bevorsteht". In der AfD gibt es derzeit einen heftigen Personal- und Richtungsstreit. Lucke, der für einen eher wirtschaftsliberalen Kurs steht, hatte seine Partei vor einem weiteren Rechtsruck gewarnt. Auf dem Parteitag im Juni soll ein Parteichef gewählt werden, der die bislang dreiköpfige Führungsspitze ablöst.

AFP

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