Bluttat in Unterföhring: Polizistin wird wohl nicht mehr aufwachen

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Innenminister Thomas de Maizière (M) im Gespräch mit den Bundespolizisten

De Maizière in Flüchtlingsstelle Deggendorf

Innenminister verspricht Bayern 100  Bundespolizisten

Deggendorf - 100 zusätzliche Beamte sollen helfen: Innenminister Thomas de Maizière besuchte die Flüchtlingsstelle in Deggendorf und versprach Unterstützung vom Bund.

Bis Herbst sollen 100 zusätzliche Bundespolizisten nach Bayern kommen, um bei der Registrierung von Migranten zu helfen, sagte der Minister am Dienstag bei dem Besuch der Bundespolizei in Deggendorf. "Wir sind gefordert, aber nicht überfordert. Wir bekommen das hin."

Thomas de Maizière (CDU) betonte, dass Flüchtlinge, die schutzbedürftig seien, bleiben dürfen. „Wer jedoch nicht schutzbedürftig ist, soll schnell das Land wieder verlassen“. Der Minister kündigte eine neue Prognose der Flüchtlingszahlen an, die weit höher liege als die bisher geschätzten 400.000 Menschen.

In Deggendorf besuchte der Innenminister die Flüchtlingsstelle.

In Deggendorf werden vor allem Flüchtlinge registriert, die im Bereich der Grenze zu Österreich auf der Balkanroute aufgegriffen werden. Passau zählt hier als das Einfallstor für Flüchtlinge. Alleine in ersten Halbjahr 2015 hatten Beamte des Bundespolizeireviers in Passau 13 000 Flüchtlinge registriert. Im Vorjahreszeitraum waren es gerade einmal 900 Fälle.

Allein 50 Container in Deggendorf

In den vorhandenen Gebäuden der Bundespolizei war eine rasche und lückenlose Erfassung nicht mehr möglich. In den neuen "Bearbeitungsstraßen", die der Innenminister jetzt in Deggendorf inspizierte, werden die Menschen registriert, fotografiert und von Ärzten untersucht. Zudem müssen sie Fingerabdrücke abgeben.

Insgesamt 50 Container hat die Bundespolizei in Deggendorf aufgebaut. Darunter sind auch Ruhezonen für Familien.

dpa

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