Verhandlungen

USA betonen Menschenrechte in der Kubapolitik

Havanna - Nach Abschluss der ersten Verhandlungen der USA mit Kuba über eine Normalisierung der Beziehungen hat Washington die Bedeutung der Menschenrechte in seiner Kubapolitik betont.

Die US-Delegationsleiterin Roberta Jacobson traf sich noch in Havanna mit Dissidenten. Deren Vertreter waren sich uneins, wie sie den Schwenk in der amerikanischen Politik bewerten sollten.

Washington mache sich weiterhin stark für Menschenrechte auf Kuba, erklärte der Dissident José Daniel Ferrer nach dem Gespräch mit Jacobson. Dagegen schlug die Anführerin der Oppositionsgruppe „Damas de Blanco“ (Damen in Weiß), Berta Soler, Jacobsons Einladung aus, weil die neue US-Politik auf Kuba nichts ändere.

Kuba und die USA hatten Mitte Dezember die Wiederaufnahme ihrer Beziehungen nach mehr als 50 Jahren angekündigt. „Die Ziele unserer Politik sind exakt die gleichen wie zuvor“, sagte Jacobson der regierungskritischen Zeitung „14ymedio“ (Samstag). In dem komplexen und langwierigen Prozess der Annäherung sei das Thema Menschenrechte nicht zweitrangig. „Wir (die USA) sind uns bewusst, dass wir keinen Erfolg hatten mit der früheren Strategie“, sagte sie in dem Interview, das unter anderem von der Dissidentin Yoani Sánchez geführt wurde.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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