Bundesweit vorne

Betreuungsgeld in Bayern besonders oft beantragt

München - Das Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kleinkinder ausschließlich zu Hause versorgen, ist in Bayern häufiger beansprucht worden als in anderen Bundesländern.

Wie das Statistische Landesamt am Freitag in München bekanntgab, wurden seit Einführung im August 2013 bis zum Jahresende bayernweit 15.588 Familien mit dem Geld unterstützt. Die meisten Antragsteller waren Frauen: In 97 Prozent wurde das Geld an die Mütter ausgezahlt, in nur 3 Prozent an die Väter. Bundesweit profitierten 65 000 Familien davon.

Das Betreuungsgeld war nach langem politischen Streit vor allem auf Betreiben der CSU eingeführt worden. Eltern, die für ihr Kind nach dessen 15. Lebensmonat weder einen Kita-Platz noch eine geförderte Tagesmutter in Anspruch nehmen, können bis zu 22 Monate lang 100 Euro monatlich bekommen. Von August 2014 an gibt es 150 Euro. Bundesweit ist das abfällig auch „Herdprämie“ genannte Betreuungsgeld hinter den Erwartungen zurückgeblieben. 2013 gab der Bund dafür 16,9 Millionen Euro aus, im Haushalt waren jedoch 55 Millionen Euro eingeplant.

dpa

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