+
Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Annäherung an Moskau?

Merkel lobt Russland als "verlässlichen Partner"

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Gespräche mit Russland über die künftige Energieversorgung Europas befürwortet.

Nach einem Gespräch mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borissow sagte Merkel am Montag in Berlin: „Die deutsche Wirtschaft hat gute Erfahrungen mit Russland als verlässlichem Partner gemacht.“ Ungeachtet aller politischer Differenzen gehe es jetzt darum, diese Verlässlichkeit weiter unter Beweis zu stellen.

Im Zusammenhang mit der von Moskau gestoppten Gaspipeline South Stream sollten offene Fragen mit Russland „ganz nüchtern“ erörtert werden. Dies müsse auf der Basis der bestehenden Verträge geschehen. Von europäischer Seite habe es keine Absage des South-Stream-Projekts gegeben, betonte Merkel.

Borissow sagte, das Thema Energiesicherheit müsse auf dem EU-Gipfel Ende dieser Woche in Brüssel diskutiert werden. Bulgarien sei weiter an South Stream interessiert und erwarte Unterstützung aus EU-Mitteln. Merkel betonte, weitere Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise werde der EU-Gipfel voraussichtlich nicht beschließen.

Die Gasleitung South Stream hätte vor allem die Länder Südosteuropas mit Gas aus Russland versorgen sollen. Anfang Dezember verkündete Russland den Stopp des Projekts.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Geplant war nur ein Statement zur Infrastruktur im Trump-Tower. Dann aber kamen Fragen zur Gewalt von Charlottesville. Der denkwürdige Auftritt von Donald Trump …
Trumps denkwürdiger Auftritt hinterlässt ein aufgebrachtes Land
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Die Polizei überschritt bei den Protesten gegen den G20-Gipfel in Hamburg offenbar ihre Kompetenzen. Besonders über ein Verbot setzten sich die Sicherheitskräfte hinweg.
Polizei setzte sich bei G20-Einsatz über Verbot hinweg
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump löst nach harscher Kritik an seiner Haltung zur Gewalt in Charlottesville kurzerhand zwei Beraterkreise im Weißen Haus auf. …
Trump zieht Notbremse und löst zwei Beraterkreise auf
Kommentar: SPD in der Putin-Falle
„Privatsache“ sei  der neue Öl-Job für Ex-Kanzler Gerhard Schröder beim russischen Staatskonzern Rosneft, behauptet SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. Ein schwerer …
Kommentar: SPD in der Putin-Falle

Kommentare