„Dumme Leute ohne Ahnung“: Trump fordert Ukraine-Verhandlungen und warnt vor neuem Weltkrieg
Donald Trump warnte auf einer Veranstaltung in Nevada mit Blick auf Russland vor einem dritten Weltkrieg. Er forderte Friedensverhandlungen und machte Anspielungen auf eine dritte Amtszeit.
München – In den USA finden im November die Midterm Elections statt. Demokraten und Republikaner befinden sich aktuell also mitten im Wahlkampf und der ehemalige US-Präsident Donald Trump sprach am Samstag auf einer Veranstaltung in Minden, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Nevada. Neben der üblichen Trump-Rhetorik forderte dieser Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland. Er warnte vor einem dritten Weltkrieg und äußerte sich zu einer möglichen Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2024.
Donald Trump warnt vor dritten Weltkrieg und fordert Ukraine-Verhandlungen
Bei den Zwischenwahlen am 8. November wird das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel der Senatssitze neu gewählt. Außerdem werden in 36 Bundesstaaten die Gouverneursposten neu besetzt. Auf der Wahlkampfveranstaltung in einer Kleinstadt in Nevada sagte Trump, dass es Verhandlungen über ein friedliches Ende des Ukraine-Krieges brauche. Andernfalls könnte die Situation in einem dritten Weltkrieg enden.

„Es würde nichts mehr auf unserem Planeten übrig bleiben, weil dumme Menschen keine Ahnung haben“, so Trump. „Sie verstehen nicht, womit sie es zu tun haben – Macht des nuklearen (Krieges).“ Anstatt dass sich die US-Regierung auf das Land, seine Probleme und auf das Potenzial konzentriere, untersuche diese die russischen Falschmeldungen, sagte der Ex-Präsident. Trump habe seiner Aussage zu folge das Militär sowie die nukleare Macht der USA wieder aufgebaut.
Putins Drohungen, Atomwaffen im Krieg einzusetzen, wird von US-Präsident Joe Biden ernst genommen. Er warnte vor einem „Armageddon“ – Experten schätzen die Gefahr eines nuklearen Krieges zunächst allerdings als gering ein.
Donald Trump macht Andeutungen auf eine mögliche zweite Amtszeit
Die Ergebnisse der Midterms liefern ein Stimmungsbild der politischen Lage in den USA. Erhalten die Republikaner einer Mehrheit im Kongress, wird es Joe Biden nicht leicht haben, Mehrheiten für seine Vorhaben zu gewinnen. Ein Sieg der Republikaner würde auch Donald Trump stärken. Dieser deutete bei seinem Auftritt in Nevada eine zweite Amtszeit an.
„Ich habe zweimal kandidiert, ich habe zweimal gewonnen und habe es beim zweiten Mal viel besser gemacht als beim ersten Mal“, sagte Trump. „Und nun müssen wir es vielleicht noch einmal tun. Ihr werdet es bald herausfinden“, so der Ex-Präsident. Seit Monaten wird darüber spekuliert, ob er eine erneute Kandidatur anstrebt. Auch Joe Biden tätigte indirekte Aussagen über eine mögliche zweite Amtszeit. (vk)