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Biden und Kishida gratulieren Südkoreas neuem Präsidenten

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Südkorea
Südkoreas neuer Präsident Yoon Suk Yeol. © Han Jong-Chan/Yonhap/AP/dpa

Die USA und Japan reagieren schnell auf den Wahlsieg des konservativen Yoon Suk Yeol. Biden will das Bündnis beider Länder stärken, Kishida will die Beziehungen zu Südkorea verbessern.

Seoul/Tokio - Südkoreas neu gewählter Präsident Yoon Suk Yeol und US-Präsident Joe Biden wollen weiter eng zusammenarbeiten.

Biden habe Yoon zum Sieg bei der Präsidentenwahl gratuliert und die Entschlossenheit der USA betont, Südkorea zu verteidigen, teilte das Weiße Haus in Washington am Mittwoch (Ortszeit) mit. Die bilaterale Allianz sei „die Stütze für Frieden, Sicherheit und Wohlstand“ in der Indo-Pazifik-Region.

Yoon Suk Yeol
Südkoreas neu gewählter Präsident Yoon Suk Yeol. © -/YNA/dpa

Auch verständigten sich beide darauf, eine enge Koordinierung beizubehalten, um „den Bedrohungen“ durch die Atomwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas entgegenzuwirken. Südkorea ist auf den nuklearen Schutzschirm der USA zur Abschreckung seines Nachbarn angewiesen. In Südkorea haben die USA zudem 28.500 Soldaten stationiert.

Der konservative Yoon von der oppositionellen Partei Macht des Volkes hatte die Wahl am Mittwoch mit einem äußerst knappen Vorsprung vor dem linksliberalen Kandidaten Lee Jae Myung von der regierenden Demokratischen Partei gewonnen. Der 61-Jährige wurde am Donnerstag von der Wahlkommission als Wahlsieger betätigt. Er tritt am 10. Mai die Nachfolge von Präsident Moon Jae In an.

Das Fenster des Dialogs „immer geöffnet halten“

Yoon hatte der amtierenden Regierung vorgeworfen, sie habe sich im Atomstreit mit Nordkorea vorführen lassen. Moon verfolgte gegenüber Pjöngjang eine Annäherungspolitik, setzte aber ebenso auf ein starkes Bündnis mit den USA. Einen Tag nach seiner Wahl betonte Yoon in Seoul, er werde strikt auf jedes „illegale oder unvernünftige Verhalten“ Nordkoreas reagieren, er wolle aber auch das Fenster des Dialogs „immer geöffnet halten“.

Unterdessen äußerte Japans Ministerpräsident Fumio Kishida seine Hoffnung, die Beziehungen zu Südkorea zu verbessern. Ein gutes Verhältnis zwischen beiden Staaten sei wichtig für Frieden und Stabilität in der Welt. Das Verhältnis der beiden wichtigen US-Alliierten ist durch historische Konflikte stark belastet. Dabei geht es unter anderem um Forderungen aus Südkorea, ehemalige koreanische Zwangsarbeiter zu entschädigen sowie Opfer der sexuellen Versklavung durch das japanische Militär während der japanischen Kolonialherrschaft (1910-45) und des Zweiten Weltkriegs. dpa

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