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Marine le Pen hat Bilder von Gewalttaten des IS auf Twitter veröffentlicht. 

James Foley wurde von IS-Kämpfern ermordet

Le Pen löscht Twitter-Foto von enthauptetem US-Journalisten

Washington - Die Eltern des in Syrien ermordeten US-Journalisten James Foley sind empört über die französische Rechtsextremistin Marine Le Pen, die ein Foto seiner Leiche veröffentlicht hat. Jetzt hat Le Pen reagiert.

Nach einem Sturm der Entrüstung hat die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen ein Foto des von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ermordeten US-Journalisten James Foley von ihrer Twitter-Seite gelöscht. "Ich wusste nicht, dass es ein Foto von James Foley war", sagte Le Pen am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. "Es ist über Google jedem zugänglich. Ich habe heute Morgen erfahren, dass seine Familie von mir verlangt, es zu löschen." Zwei andere Fotos mit IS-Opfern löschte Le Pen aber zunächst nicht.

Eltern des Opfers: "Wir sind zutiefst schockiert"

"Wir sind zutiefst schockiert über den Gebrauch, der von Jim zum politischen Nutzen von Le Pen gemacht wird, und hoffen, dass das Foto unseres Sohnes, sowie zwei weitere explizite Bilder umgehend zurückgezogen werden", erklärten John und Diane Foley. Die Taten von Le Pen widersprächen allem, wofür ihr Sohn gestanden habe.

Marine Le Pen hatte am Mittwoch drei Bilder von Gewalttaten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlicht. Die Vorsitzende der rechtsextremen Front National (FN) reagierte damit auf einen Journalisten, dem sie vorwarf, eine Parallele zwischen ihrer Partei und der IS-Miliz gezogen zu haben. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin Ermittlungen wegen der "Verbreitung von Gewaltbildern" ein. Premierminister Manuel Valls verurteilte die Veröffentlichung der Fotos scharf. Le Pen löschte sie aber zunächst nicht.

Unter den Fotos ist ein Bild, auf dem die enthauptete Leiche Foleys mit dem Kopf auf der Brust zu sehen ist. Der Journalist war im November 2012 im Norden Syriens entführt worden und im August 2014 von IS-Kämpfern ermordet worden. Das Video der Tat hatte weltweit für Empörung gesorgt.

afp

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