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Flüchtlinge erreichen die griechische Insel Lesbos. Allein auf den drei großen Ostägäis-Inseln Lesbos, Chios und Samos waren in den vergangenen zwei Tagen 9763 Migranten und Flüchtlinge angekommen. Foto: Yannis Kolesidis

Binnen 48 Stunden 2500 Flüchtlinge in der Ägais gerettet

Die Flüchtlingskrise erreicht in der Ägäis einen neuen Höhepunkt. Tausende Menschen kamen auf den griechischen Inseln an. Die Behörden sind heillos überfordert.

Athen (dpa) - Die griechische Küstenwache hat in den vergangenen zwei Tagen mehr als 2500 Flüchtlinge in der Ägäis aufgegriffen.

Insgesanmt seien nach Angaben der Polizei zwischen Sonntag und Montagnachmittag allein auf den drei großen Ostägäis-Inseln Lesbos, Chios und Samos 9763 Migranten und Flüchtlinge angekommen. 

Wie das griechische Staatsfernsehen ERT1 berichtete, gab es auf der Insel Lesbos erneut Streit und Rangeleien zwischen Flüchtlingen, die registriert werden wollen, um Schiffe in Richtung Festland besteigen und von dort nach West- und Nordeuropa weiterreisen zu können.

Die Kapazität der Registrierungszentren (Hotspots) von Lesbos hat laut ERT1 schon jetzt die Belastungsgrenze erreicht. Täglich können höchstens 2500 Menschen registriert werden. Nach neusten Angaben der Polizei warten dort aber inzwischen mehr als 6500 Flüchtlinge - und ständig kommen neue aus der Türkei hinzu, wie das Staatsfernsehen weiter berichtete. Entgegen Ankündigungen der EU sei bislang nur ein Bruchteil der versprochenen Personalverstärkung von 600 Beamten aus anderen EU-Staaten auf den Inseln eingetroffen.

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) mehr als 473 000 Menschen in Griechenland angekommen.

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