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In der Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation des Berliner Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen, hat es massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben.

Pädophiliebericht

Bis zu 1000 Missbrauchsopfer bei Grünen in 80er und 90er Jahren

Berlin - In der Alternativen Liste, der Vorläuferorganisation des Berliner Landesverbands von Bündnis 90/Die Grünen, hat es massiven sexuellen Missbrauch von Kindern gegeben.

Das berichtet der Berliner "Tagesspiegel" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf einen Bericht, den die Landesvorsitzenden Bettina Jarasch und Daniel Wesener am heutigen Mittwoch vorstellen wollen. Darin ist von "bis zu 1000 Opfern" sexueller Gewalt die Rede. Der Bericht bezieht sich auf pädophile Aktivitäten von Parteimitgliedern und Funktionären der Alternativen Liste in den 80er und 90er Jahren.

Nach Informationen des Tagesspiegels beleuchtet die Untersuchung ein Missbrauchs-Netzwerk innerhalb der damaligen Alternativen Liste. Mindestens drei Täter, mehrfach verurteilt wegen Missbrauchs, waren damals im Berliner Verband aktiv. Sie gründeten eine eigene Arbeitsgemeinschaft „Jung & Alt“ innerhalb der Partei und richteten in Kreuzberg einen Freizeitladen namens „Falckenstein“-Keller ein. Dort missbrauchten sie nach Zeugenaussagen zahlreiche Jungen, die sie vorher in Grundschulen angeworben hatten.

Die Täter sind heute zum Teil verstorben oder sitzen mit Sicherheitsverwahrung in Haft.

red

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