„Realistische Option“

Bericht: BKA warnt vor Anschlag mit Chemikalien

Berlin - Bundesregierung und Bundeskriminalamt (BKA) haben nach einem Medienbericht vor der Gefahr von Terroranschlägen mit Chemikalien gewarnt. Das gehe aus einer Risikoanalyse des BKA hervor.

Bundesregierung und Bundeskriminalamt (BKA) warnen nach einem Bericht der Bild-Zeitung vor der Gefahr von möglichen Terroranschlägen mit Chemikalien. Das berichtet das Blatt am Dienstag unter Berufung auf eine „Risikoanalyse im Bevölkerungsschutz“ der Bundesregierung. Islamistisch motivierte Täter seien demnach bereit und auch in der Lage, „größere Mengen Chemikalien zu beschaffen und diese auch einzusetzen“, schreibt das BKA in dem Papier, das der Zeitung vorliegt.

Als „realistische Option“ gelte ein etwa Chemie-Anschlag auf die Trinkwasserversorgung von Mehrfamilienhäusern oder Lebensmittel. Auch enthielten mögliche Anschläge gegen Einrichtungen oder Transporte der Chemie-Industrie „ein hohes Gefährdungspotenzial“.

Nach diesem Regierungsbericht dürfte eine „entschlossene und mit ausreichendem Fachwissen ausgestattete terroristische Gruppierung durchaus in der Lage sein, das in Deutschland zu Genüge vorhandene Potenzial an chemischen Gefahrstoffen im Rahmen eines Anschlags für ihre Ziele zu nutzen“.

Bei der Bewältigung von Anschlagsfolgen könne es "erforderlich werden", auch die Bundeswehr "stärker als bisher" einzusetzen, führe die Bundesregierung darin aus. "Hierauf bereitet sich die Bundeswehr noch stärker als bisher vor", heißt es demnach weiter. Die Analyse komme zu dem Schluss, Sicherheits- und Hilfskräfte besser auf mögliche Chemie-Anschläge vorzubereiten und zusätzliche Entgiftungsanlagen einzurichten.

dpa/AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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