+
Polizisten stehen vor dem Hauptbahnhof Köln und dem Kölner Dom.

Bundesweite „Bekämpfungsansätze“

BKA erstellt Lagebild zu sexueller Belästigung durch Gruppen 

Berlin - Nach den Geschehnissen der Silvesternacht in Köln will das Bundeskriminalamt (BKA) systematisch gegen gemeinschaftlich begangene sexuelle Belästigung von Frauen vorgehen.

„Dazu werden kurzfristig die Fakten zu gleich gelagerten Vorfällen aus allen Bundesländern zusammentragen, um ein genaues Bild der Lage zu ermöglichen“, teilte das BKA auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ mit. Die Entscheidung sei gemeinsam mit den Leitern der Kriminalpolizeien der Länder getroffen worden. Auf dieser Basis sollten dann bundesweit „Bekämpfungsansätze“ umgesetzt werden, hieß es.

Das Bundeskriminalamt teilte dem Bericht zufolge mit, es nehme „die Ereignisse der Silvesternacht wie auch die damit verbundene Verunsicherung in der Bevölkerung sehr ernst“. Das BKA kenne aus einigen arabischen Ländern das Phänomen der gemeinschaftlich begangenen sexuellen Belästigung von Frauen durch junge Männer in der Öffentlichkeit, besonders während großer Menschenansammlungen. Dies reiche bis hin zu Vergewaltigungen. Ein vergleichbares Phänomen sei in Deutschland bislang nicht bekannt.

In Köln hatten sich in der Silvesternacht nach Polizeiangaben kleinere Gruppen aus einer Menge von rund 1000 Männern gelöst, die vor allem Frauen umzingelt, begrapscht und bestohlen haben sollen. Die Zahl der Strafanzeigen nach den Geschehnissen erhöhte sich nach und nach auf fast 400. Zahlreiche Opfer und Zeugen sprachen von Tätern nordafrikanischer oder arabischer Herkunft.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser, wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Leider erreichen uns zu diesem Thema so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Kommentare, dass eine gewissenhafte und faire Kontrolle nach den Regeln unserer Netiquette nicht mehr möglich ist. Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Beiträgen zu diesem Thema eine Kommentarmöglichkeit. Sie können sich beispielsweise unter diesem Artikel zu den Übergriffen in Köln äußern.


Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nato zählt mehr Cyberangriffe als je zuvor
Die Nato sieht sich täglich mit bedrohlichen Cyberattacken konfrontiert. Im vergangenen Jahr wurden mehr gezählt als je zuvor. Steckt Russland dahinter?
Nato zählt mehr Cyberangriffe als je zuvor
Cannabis auf Rezept: Fragen und Antworten
Berlin - Für die vielen normalen Konsumenten von Marihuana und Haschisch bringt sie keine Änderungen - für die weit kleinere Gruppe von Schwerkranken aber echte …
Cannabis auf Rezept: Fragen und Antworten
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
In Davos wirbt Premierministerin May für Großbritannien als Wirtschaftsstandort mit guten Handelsbeziehungen in alle Welt. Doch für ihren Brexit-Kurs gibt es auch …
Gegenwind für Mays Brexit-Kurs in Davos
US-Bomber greifen IS-Lager in Libyen an
Washington - US-Bomber haben in der Nähe von Sirte ein Lager des Terrornetzwerks IS angegriffen. Der Angriff sei als Ergänzung zur Befreiung der libyschen Stadt zu …
US-Bomber greifen IS-Lager in Libyen an

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion