+
Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Berlin. Foto: Michael Kappeler/Archiv

BND schafft Decknamen und Tarnarbeitgeber ab

Magdeburg (dpa) - Der Bundesnachrichtendienst (BND) schafft Decknamen und Tarnarbeitgeber für seine Mitarbeiter ab. Neu eingestellte Mitarbeiter erhielten keine Arbeitsnamen mehr, kündigte der Präsident des deutschen Auslandsgeheimdienstes, Gerhard Schindler, in Magdeburg an.

"Und die sagen auch, sie sind beim BND, sie arbeiten im Bundesnachrichtendienst." Wer schon einen Decknamen habe, könne selbst entscheiden, ob er ihn behalten wolle. Eine entsprechende Dienstanweisung habe er Anfang der Woche unterschrieben.

Bisher bekamen die rund 6500 Mitarbeiter des BND bei Arbeitsantritt einen neuen Namen und einen falschen Arbeitgeber zugeordnet. "Wir haben eine eigene Stelle für diese Namen", sagte Schindler. Von oberschlesischen Städten bis zu amerikanischen Schauspielern sei da nach Vorlagen gesucht worden. "Wir hatten mal einen, der heißt Bogart", flachste Schindler - nach dem früheren US-Filmstar Humphrey Bogart.

Schindler hatte am Dienstagabend auf Einladung des Magdeburger Bundestagsabgeordneten Burkhard Lischka (SPD) in einer öffentlichen Veranstaltung über seine Arbeit gesprochen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Frankreichs Sozialisten suchen Präsidentschaftskandidaten
Paris (dpa) - Die Anhänger der französischen Sozialisten stimmen heute über ihren Präsidentschaftskandidaten ab. Sieben Bewerber aus der Regierungspartei und mehreren …
Frankreichs Sozialisten suchen Präsidentschaftskandidaten
Russische Stiftung bezahlte Krimreise von AfD-Politiker Pretzell
Koblenz - Marcus Pretzell von der AfD hat sich eine dienstliche Reise auf die Krim von einer russischen Stiftung bezahlen lassen. Für den Europaabgeordneten ist das …
Russische Stiftung bezahlte Krimreise von AfD-Politiker Pretzell
„Angriff gegen uns alle“: Frauenmärsche gegen Trump
Washington - Donald Trump bläst schon am ersten Tag seiner Präsidentschaft der Wind ins Gesicht. Weltweit gehen Frauen gegen den Republikaner auf die Straßen.
„Angriff gegen uns alle“: Frauenmärsche gegen Trump
Nationalisten üben in Koblenz den Schulterschluss
Koblenz - „Merkel muss weg“ rufen sie bei Pegida. Beim Treffen der Rechtspopulisten in Koblenz ertönt der gleiche Slogan. Rückenwind gibt den Teilnehmern der Sieg von …
Nationalisten üben in Koblenz den Schulterschluss

Kommentare