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Donald Trump (re.), Emmanuel Macron, Angela Merkel und Co. beim G7-Gipfel am Freitag in Taormina

Lieblingswort des Präsidenten

„Sehr, sehr böse“: Wen und was Trump schon alles „bad“ nannte

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Das Wort „bad“ gehört nicht unbedingt zum gehobenen Wortschatz des Englischen. Donald Trump benutzt es bei verschiedensten Gelegenheiten - nicht nur, wenn es um Deutschland geht.

Böse Zungen schreiben Donald Trump einen eher einfach gestrickten Sprachgebrauch des Englischen zu. Für Lästereien sorgte zum Beispiel ein Tweet, in dem Trump das Verb „tap“, „anzapfen“, falsch schrieb. Als „tapp“ rutschte es dem US-Präsidenten aus der Tastatur - just, als er Barack Obama mal wieder des widerrechtlichen Abhörens bezichtigen wollte.

Dieser Tage hat ein anderes Wort mit drei Buchstaben Trump in die Kritik gebracht. Es heißt „bad“ - und Trump bezeichnete mit ihm Deutschland. Oder vielleicht auch nur die deutsche Handelspolitik. Da sind sich die Berichterstatter noch nicht ganz einig. 

Kompliziert ist die Sache vor allem insofern, als dass „bad“ auf verschiedene Weisen ins Deutsche übersetzt werden kann. „Böse“, „übel“, „schlimm“, „schlecht“, „heftig“... Die Bandbreite der möglichen Interpretationen ist groß. Immerhin: Deutschland ist bei weitem nicht das erste Ziel der „bad“-Kannonaden Trumps. Was der Präsident sonst schon als „bad“ bezeichnet hat? Eine kleine Auswahl:

Vorgänger Barack Obama: „Böser (oder kranker) Typ!“ („Bad (or sick) guy!“)

Obamas Gesundheitsreform: „Schlechte Gesundheitsfürsorge“ ( „bad healthcare“)

Reporter der New York Times: „Wirklich schlimme Leute!“ („Really bad people!“)

Arnold Schwarzenegger, Trumps Nachfolger in der TV-Show „The Apprentice“: „Er wurde wegen seiner schlechten Einschaltquoten gefeuert.“ („He was fired by his bad ratings.“)

Anschlag auf einen Nachtclub mit 49 Toten: „Wirklich schlimme Schießerei in Orlando“ („really bad shooting in Orlando“)

Mexikanische Drogenbanden: „Sehr böse MS-13-Bandenmitglieder“ („very bad MS 13 gang members“)

Nordkoreas Raketentests: „Nordkorea verhält sich sehr böse.“ („North Korea is behaving very badly.“)

Gerichtliche Aussetzung des Einreisestopps für viele Muslime: „Leute strömen herein. Schlimm!“ („People pouring in. Bad!)

Nachrichten auf dem Sender NBC: „NBCNews ist schlecht.“ („@NBCNews is bad.“)

Mikrofon bei einer TV-Debatte: „Die Tonqualität war sehr schlimm.“ („Audio & sound level was very bad.“)

Ex-Fox-News Moderatorin Megyn Kelly: „Sehr schlecht in Mathe“ („very bad at math“)

„Wenn Hillary ihren Mann nicht befriedigen kann, ...“: Donald Trumps wildeste Sprüche finden Sie in diesem Artikel.

fn/dpa

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