Terror

Boko Haram greift erstmals Ziele im Niger an

Dakar - Kämpfer der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram haben Augenzeugen zufolge erstmals Ziele im Nachbarland Niger angegriffen.

Die Attacke der aus Nigeria stammenden Fundamentalisten auf einen Militärstützpunkt im Grenzort Bosso am Freitag markierte einen weiteren Schritt hin zu einer Regionalisierung des Konflikts. Boko Haram hat in den vergangen Monaten bereits verstärkt Ziele im Nachbarland Kamerun angegriffen. Die Gruppe will im Nordosten Nigerias und den angrenzenden Gebieten einen sogenannten Gottesstaat erreichten.

Augenzeugen berichteten, es sei in Bosso am Tschad-See zu heftigen Kämpfen zwischen Soldaten und den Islamisten gekommen. Es gab zunächst keine verlässlichen Angaben zu möglichen Opferzahlen. Boko Haram hat bei Angriffen in Nordkamerun seit Mittwoch mehr als 100 Menschen getötet. Die Attacken waren offenbar Racheakte, nachdem Soldaten aus dem Tschad nach eigenen Angaben rund 200 der Islamisten getötet hatten. Tschad hat rund 2000 Soldaten nach Kamerun verlegt, um dem Nachbarland bei der Bekämpfung Boko Harams zu helfen.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

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