Sperrung auf S4- und S6-Strecke – wann kommt Schienenersatzverkehr?

Sperrung auf S4- und S6-Strecke – wann kommt Schienenersatzverkehr?
+
Drei mutmaßliche christliche Extremisten sollen einen Bombenanschlag auf eine US-Moschee geplant haben. Foto: Larry W. Smith/Archiv

"Kreuzritter" festgenommen

Bombenanschlag auf Muslime in USA verhindert

Das FBI ist überzeugt: Mitglieder einer militanten Gruppe wollten Sprengsätze in Kansas zünden - und damit eine Wohnanlage samt Moschee zerstören, in der viele Somalier leben. Die Ermittler kommen ihnen auf die Schliche. Handelt es sich um christliche Extremisten?

Washington (dpa) - Im US-Bundesstaat Kansas ist nach Behördenangaben ein Bombenanschlag auf Muslime verhindert worden. Drei festgenommene Männer werden verdächtigt, einen Wohnkomplex mit einer Moschee ins Visier genommen zu haben, wie das US-Justizministerium mitteilte.

Im Zuge achtmonatiger Ermittlungen der Bundespolizeibehörde FBI seien die 47 bis 49 Jahre alten Verdächtigen als Schlüsselfiguren einer militanten Gruppe namens "Die Kreuzritter" ("The Crusaders") identifiziert worden. Ihnen werde Verschwörung zur Nutzung einer Massenvernichtungswaffe vorgeworfen.

Die mutmaßlichen Extremisten hatten den Angaben zufolge eine Wohnanlage in der Kleinstadt Garden City im Westen von Kansas als Anschlagsziel ausgewählt, in der viele Somalier leben und beten. In dem Komplex gebe es auch eine von den Anwohnern genutzte Moschee.

Den Ermittlungen zufolge wollten die Beschuldigten vier mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge an den vier Ecken der Wohnanlage abstellen und durch Zündung der Autobomben eine gewaltige Explosion auslösen.

Laut der Mitteilung des Justizministeriums hatte ein Informant an den Treffen der "Kreuzritter" teilgenommen und das FBI über die Pläne informiert. Demnach sollen die Männer neben Sprengstoff auch Schusswaffen und Munition gehortet haben. Einer von ihnen habe sich diese Woche mit einem verdeckten FBI-Ermittler getroffen und über Material zum Bombenbau gesprochen. Zusammen mit dem Anschlag sei die Veröffentlichung eines Manifests geplant gewesen, mit dem die Beschuldigten "die Menschen aufrütteln" wollten.

Laut dem Sender KWCH, einem CNN-Ableger, leben in dem Wohnkomplex 120 somalische Flüchtlinge. Nach Auskunft der Justizbehörden hätten die Beschuldigten geplant gehabt, die Bomben am 9. November zu zünden - also einen Tag nach der US-Präsidentschaftswahl.

Die Verdächtigen seien bereits einem Richter vorgeführt worden, hieß es in der Mitteilung des Justizministeriums. Bis auf Weiteres gelte für sie die Unschuldsvermutung. Im Falle einer Verurteilung drohe ihnen lebenslange Haft.

CNN-Bericht

KWCH-Bericht

Mitteilung des Justizministeriums

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Köln: Akhanli äußert sich nach Rückkehr auf Pressekonferenz
Akhanli ist zurück in Deutschland. Fast zwei Monate dauerte sein Zwangsaufenthalt in Spanien. Nun will sich der türkischstämmige Autor ausführlich zu den Geschehnissen …
Köln: Akhanli äußert sich nach Rückkehr auf Pressekonferenz
Katalonien lässt Ultimatum verstreichen - Am Ende der Sackgasse
Die Fronten im Streit zwischen Spanien und der Region Katalonien sind verhärtet. Eine politische Sackgasse für alle Beteiligten. Kommentar von Politik-Redakteur …
Katalonien lässt Ultimatum verstreichen - Am Ende der Sackgasse
Innenressort: Keine belegbaren Zahlen zu Familiennachzug
Das Außenministerium und auch die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit haben jede Menge Zahlen zum Familiennachzug. Bei der Frage nach dem Nachzugsfaktor winkt das …
Innenressort: Keine belegbaren Zahlen zu Familiennachzug
Anwälte hoffen auf Bewegung im Fall Deniz Yücel
Seit fast acht Monaten sitzt Deniz Yücel in Untersuchungshaft in der Türkei, eine Anklage hat die Staatsanwaltschaft immer noch nicht vorgelegt. Seine Anwälte bauen nun …
Anwälte hoffen auf Bewegung im Fall Deniz Yücel

Kommentare