+
Nach dem Bombenschlag auf eine nigerianische Schule vermuten die Behörden erneut die Terrorgruppe Boko Haram hinter dem Attentat.

Terroristischer Anschlag

Bombe tötet 30 Schüler in Nigeria

Abuja - Ein schwerer Bombenanschlag auf eine Schule in Nigeria hat am Montag mindestens 30 Menschen getötet. Die Behörden vermuten die Terrorgruppe Boko Haram hinter dem Attentat.

Ein schwerer Bombenanschlag auf eine Schule im Norden Nigerias hat am Montag mindestens 30 Menschen in den Tod gerissen. Das berichtete die Zeitung "Daily Trust" unter Berufung auf einen Lehrer. Der Sprengsatz detonierte, als sich die Schüler auf dem Schulhof eines Internats im Potiskum im Bundesstaat Yobe zum Morgenappell versammelt hatten. Augenzeugen zufolge zündete ein Selbstmordattentäter die in einer Tasche versteckte Bombe.

"Die Leichen der Schüler liegen in Blutlachen auf dem Boden", zitierte die Zeitung "Premium Times" einen Zeugen. Zahlreiche weitere Jugendliche seien verletzt worden. Die Polizei bestätigte die Explosion, nannte aber zunächst keine Einzelheiten. Die naturwissenschaftliche Schule "Potiskum Senior Science Secondary School" ist ein Jungeninternat im Zentrum von Potiskum.

Im selben Ort war vergangene Woche in einer schiitischen Schule eine Bombe explodiert, dabei kamen 30 Menschen ums Leben. Die Behörden vermuten hinter den Anschlägen die sunnitische islamistische Terrorgruppe Boko Haram.

Die Gruppe, die im Norden Nigerias einen Gottesstaat einrichten will, hat in der Region zahlreiche Anschläge vor allem auf Christen und Polizeieinrichtungen verübt. Dabei sind in den vergangenen fünf Jahren Tausende Menschen ums Leben gekommen. Die Extremisten hatten im April auch rund 200 Schülerinnen entführt, von denen bis heute jede Spur fehlt. Boko Haram lehnt jede Form von westlich geprägter Bildung ab.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Weltweit protestieren Millionen gegen Trump
Proteste in aller Welt haben den ersten vollen Amtstag von Donald Trump begleitet. Er selbst ignoriert sie erst einmal - und feuert stattdessen neue Breitseiten gegen …
Weltweit protestieren Millionen gegen Trump
Frankreichs Sozialisten suchen Präsidentschaftskandidaten
Paris (dpa) - Die Anhänger der französischen Sozialisten stimmen heute über ihren Präsidentschaftskandidaten ab. Sieben Bewerber aus der Regierungspartei und mehreren …
Frankreichs Sozialisten suchen Präsidentschaftskandidaten
Russische Stiftung bezahlte Krimreise von AfD-Politiker Pretzell
Koblenz - Marcus Pretzell von der AfD hat sich eine dienstliche Reise auf die Krim von einer russischen Stiftung bezahlen lassen. Für den Europaabgeordneten ist das …
Russische Stiftung bezahlte Krimreise von AfD-Politiker Pretzell
„Angriff gegen uns alle“: Frauenmärsche gegen Trump
Washington - Donald Trump bläst schon am ersten Tag seiner Präsidentschaft der Wind ins Gesicht. Weltweit gehen Frauen gegen den Republikaner auf die Straßen.
„Angriff gegen uns alle“: Frauenmärsche gegen Trump

Kommentare