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MM-Redakteur Alexander Weber.

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Bombenhagel über Aleppo: Und die Welt schaut zu

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München - Weder Russland noch die USA können sich zu Schritten aufraffen, die den Menschen am syrischen Boden ein Stück Entlastung bringen könnten. Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. In Syrien ist fraglich, ob sie überhaupt noch lebt.

Schon für Beobachter via Medien sind die Bilder und Berichte von Leid und Zerstörung in Aleppo kaum noch zu ertragen. Wie muss es erst den Menschen ergehen, die den Bombenhagel in ihren Ruinen und Erdlöchern physisch und psychisch aushalten müssen? Die Welt schaut zu, wenn Hunderttausende, darunter wohl 100 000 Kinder, im syrischen Kampfgebiet die Hölle auf Erden erleben. Und niemand gebietet dem Morden Einhalt. Im Gegenteil. Die einst als eine Art Weltgewissen und Weltpolizei zur Verhinderung solcher Barbarei ins Leben gerufenen „Vereinten“ Nationen demonstrieren auf offener Bühne nichts als Ohnmacht und Streit. Oder nutzen den Fall Syrien, wie das Sicherheitsratmitglied China, um alte Rechnungen mit den USA zu begleichen. Frankreichs UN-Botschafter hat Recht: Es ist eine Schande für die Weltgemeinschaft.

Kaum auszuhalten ist in dieser prekären Lage auch die kühle Skrupellosigkeit, mit der Moskau seine strategischen Interessen in Syrien und damit im gesamten Nahen Osten durchsetzt. Die Nonchalance, mit der Russlands Außenminister Lawrow die Verstöße des Assad-Regimes gegen jede Form von Menschlichkeit deckt und die Verstrickung Moskaus darin übergeht, weckt Erinnerungen an die dunkelsten Zeiten des Kalten Krieges und an einen gewissen Sowjet-Außenminister Gromyko, der als Mister „grim Grom“ auf der Weltbühne unrühmlich Sowjetmacht und -propaganda verkörperte.

Und die USA spielen Moskau auch noch in die Karten, wenn sie und ihre Verbündeten „aus Versehen“ mitten in der Waffenruhe Assads Truppen bombardieren und damit den Vorwand für den Fortgang des Mordens liefern. Statt sich – Wahlkampf hin oder her – zu Schritten aufzuraffen, die den Menschen am syrischen Boden ein Stück Entlastung bringen könnten: etwa eine Flugverbotszone. Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es. Aber lebt sie in Syrien überhaupt noch?

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