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Boris Pistorius – Deutschlands Bundesverteidigungsminister

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Boris Pistorius
Boris Pistorius © SVEN SIMON/IMAGO

Der neue Bundesverteidigungsminister kam erst aufgrund des Rücktritts von Christine Lambrecht zu seinem Amt in der Bundespolitik. Wissenswertes über Boris Pistorius‘ Leben und Karriere.

München – Der am 14. März 1960 in Osnabrücks Arbeiterviertel Schinkel geborene Boris Pistorius absolvierte zunächst eine Karriere als Jurist, ehe er zuerst in Niedersachsens Landespolitik und nach dem Rücktritt von Deutschlands ehemaliger Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht jetzt auch in die Bundespolitik eintrat. Freunde beschreiben den Privatmenschen Boris Pistorius als naturverbunden und bodenständig. Dem SPD-Politiker Boris Pistorius wird nachgesagt, zuverlässig, pragmatisch und strukturiert sowie durchsetzungs- und willensstark zu sein. Daher hatte er in Boulevardmedien rasch seinen Spitznamen weg: „Bumm Bumm Boris“. Auch mit seinem Privatleben machte Pistorius Schlagzeilen: Von Oktober 2016 bis zum Frühjahr 2022 war er mit Doris Schröder-Köpf liiert, der Ex-Frau von Altkanzler Gerhard Schröder

Boris Pistorius – Steckbrief

Boris Pistorius – Ausbildung und Karriere

Dass Politik in seinem Leben eine große Rolle spielen könnte, deutete sich bereits mit seiner Geburt am 14. März 1960 an: Seine Mutter war die ehemalige SPD-Landtagsabgeordnete Ursula Pistorius. Sein Vater war Ludwig Pistorius. Sein Bruder Harald Pistorius ist der langjährige Leiter der Sportredaktion der Neuen Osnabrücker Zeitung, Harald Pistorius. Bereits im Alter von 16 Jahren trat Boris Pistorius in die SPD ein. Nach seinem Abitur am Osnabrücker Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium 1978 absolvierte Pistorius zunächst eine Lehre zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Nach abgeleistetem Wehrdienst studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Osnabrück und Münster (1. Staatsexamen 1987). Die wichtigsten Punkte seiner Karriere im Überblick:

Boris Pistorius – Karriere als Politiker

Einen ersten Schritt in die Landespolitik wagte Boris Pistorius in seiner Heimatstadt Osnabrück: Im Januar 1991 trat Pistorius in die niedersächsische Landesverwaltung ein, um dort als Dezernent für Lehrerpersonalien in der Osnabrücker Außenstelle der Bezirksregierung zu arbeiten. Der Weg in die Politik war damit endgültig eingeschlagen: Von 2006 bis 2013 ist Pistorius Oberbürgermeister in Osnabrück. Seitdem ist er als Niedersachsens Innenminister Stammgast im Landtag. Mit seiner Berufung zu Deutschlands neuen Bundesverteidigungsminister betritt er zum ersten Mal die nationale Politik-Bühne. Die wichtigsten Punkte seiner politischen Karriere im Überblick:

Boris Pistorius – politischen Vorgaben und Ziele

Dass Niedersachsens ehemaliger Innenminister überhaupt den Weg in Deutschlands Bundespolitik einschlagen konnte, ist seiner Vorgängerin Christine Lambrecht zu verdanken, die nach nur 13 Monaten im Amt ihren Rücktritt verkündete. Boris Pistorius, der sowohl Englisch als auch Russisch spricht, gilt bereits seit Jahren als erfahrener Polit-Manager und hat sich im Kreis der Innenminister von Bund und Ländern einen Ruf als kompetenter Fachpolitiker erworben. Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb vor der Vereidigung von Boris Pistorius auf Twitter dazu: Er freue sich, dass mit Pistorius ein „herausragender Politiker unseres Landes neuer Verteidigungsminister“ werde. Mit seiner „Erfahrung, Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit sowie seinem großen Herz“ sei er „genau die richtige Person für die Bundeswehr in der Zeitenwende“. Pistorius selber kündigte an, das neue Amt mit Demut und Respekt anzugehen und die Bundeswehr stark machen zu wollen. Er wolle sich vom ersten Tag an zu 150 Prozent in die Arbeit stürzen. Die Aufgaben, die auf Deutschlands neuen Inhaber der Befehls- und Kommandogewalt warten, sind vielfältig: Es gilt sowohl die Bundeswehr zu modernisieren als auch Deutschlands internationale Position in Bezug auf Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine weiter zu stärken.

Boris Pistorius – Privatleben

Bis 2015 war Boris Pistorius mit seiner Frau Sabine verheiratet, die er am 27. August 2015 aufgrund einer Krebserkrankung verlor. In der Traueranzeige verabschiedete er sich mit diesen Worten von seiner Frau: „Unendlich dankbar sind wir für alles, was sie uns gegeben hat, bewundern den Mut und die Größe, mit der sie gekämpft hat. Sie geht nicht weg. Sie geht weiter mit uns – auf der anderen Seite des Weges.“ Boris und Sabine Pistorius sind Eltern zweier Töchter. Private Schlagzeilen machte Boris Pistorius rund ein Jahr nach dem Tod seiner Frau: Von Oktober 2016 bis zum Frühjahr 2022 war er mit Doris Schröder-Köpf liiert, der Ex-Frau von Altkanzler Gerhard Schröder. Im Juni vergangenen Jahres machte das Magazin „Stern“ das Beziehungs-Aus öffentlich. In ihren sechs gemeinsamen Jahren kümmerte sich Boris Pistorius nach einer Herzklappenoperation im Jahr 2020 sowie nach kleinen Schlaganfällen intensiv um Doris Schröder-Köpf und half ihr durch die Reha-Phase. Mittlerweile ist Pistorius mit der Osnabrücker Genossin Julia Schwanholz liiert. Auf Instagram gestattet Boris Pistorius immer wieder einige Eindrücke von seinem Privatleben: Er zeigt sich dabei etwa beim Joggen oder auf Reisen. Auch an gutem Essen findet Boris Pistorius Freude: Er schrieb ein Kochbuch („Meine Lieblingsrezepte. Das Land in guten Händen“), das er in Osnabrück an verschiedenen Orten in der Stadt verteilte.

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