+
In Bornheim dürfen Flüchtlinge bald wieder ins Schwimmbad gehen (Symbolfoto).

Ab Mittwoch

Bornheimer Flüchtlinge dürfen wieder ins Schwimmbad

Bornheim - Das Schwimmbad in Bornheim bei Bonn ist ab Mittwoch wieder für alle Flüchtlinge geöffnet. Das teilte am Montag eine Sprecherin der Stadt mit.

Das Schwimmbad in Bornheim bei Bonn ist ab Mittwoch wieder für alle Flüchtlinge geöffnet. Das teilte eine Sprecherin der Stadt am Montag mit. In der vergangenen Woche hatte die Stadt ein Hausverbot für männliche Flüchtlinge erlassen, nachdem junge Zuwanderer beim Besuch des Hallenbades Frauen verbal und mit anzüglichen Gesten belästigt haben sollen.

Sozialdezernent Markus Schnapka (Grüne) hatte die Anordnung erlassen. Er habe sie auch den Flüchtlingen in den Unterkünften erklärt. Sinn und Ziel der Anordnung sei gewesen, „eine Reflexion und Diskussion zur Rolle der Frau und des Mannes in der deutschen Gesellschaft, zur Gleichstellung der Geschlechter und zum Respekt vor Frauen in Gang zu setzen“, erklärte die Stadt.

Flüchtlinge kämen oft aus Ländern, „in denen andere Norm- und Wertmaßstäbe insbesondere zur Stellung der Frau in der Gesellschaft gelten“, hieß es weiter. Flüchtlinge müssten sich neu orientieren. „Dabei gibt es Missverständnisse und Fehlverhalten, mit denen wir die Betroffenen nicht sich selbst überlassen dürfen.“

Unterdessen ergänzte die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen ihre Sicherheits- und Verhaltenstipps. Auf Plakaten, die in Schwimmbädern ausgehängt werden können, heißt es jetzt zusätzlich: „Jeder Frau und jedem Mann ist mit Respekt zu begegnen. Sexuelle Belästigungen, z.B. durch anzügliche Gesten, Äußerungen und körperliche Annäherungen sowie unerwünschte Berührungen sind nicht erlaubt.“

Die Stadt Bornheim hatte bereits angekündigt, dass das Hausverbot für Flüchtlinge nur vorübergehend sei. Die Maßnahme war unter anderem vom NRW-Flüchtlingsrat heftig kritisiert worden, weil sie pauschal alle männlichen Flüchtlinge unabhängig von ihrem Verhalten betraf.

dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Leider erreichen uns zu diesem Thema so viele unangemessene, beleidigende oder justiziable Kommentare, dass eine gewissenhafte und faire Kontrolle nach den Regeln unserer Netiquette nicht mehr möglich ist.

Deshalb gibt es nur unter ausgewählten Beiträgen zu diesem Thema eine Kommentarmöglichkeit.

Sie können sich beispielsweise unter diesem Artikel zum Thema äußern.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zoff in der AfD: Abgeordneter Fiechtner verlässt Partei
Bereits ihren dritten Abgeordneten verliert die AfD im Stuttgarter Landtag - seit der Wahl im März 2016. Überraschend kommt der Schritt von Heinrich Fiechtner aber …
Zoff in der AfD: Abgeordneter Fiechtner verlässt Partei
EU gibt London weitere zehn Tage für Brexit-Zugeständnisse
Die EU sieht Bewegung bei den bislang sehr zähen Verhandlungen über den geplanten Austritt Großbritanniens. Von außen ist der Fortschritt allerdings sehr schwer zu …
EU gibt London weitere zehn Tage für Brexit-Zugeständnisse
EU-Ostgipfel: Partner bekommen keine EU-Beitrittsperspektive
Die schwierigen Brexit-Verhandlungen und die deutsche Regierungskrise überschatten den EU-Ostgipfel in Brüssel. Vor allem der ukrainische Präsident Poroschenko hätte …
EU-Ostgipfel: Partner bekommen keine EU-Beitrittsperspektive
Trump und Erdogan sprechen über Syrien
Zwei Tage nach dem Gipfel in Sotschi zum syrischen Bürgerkrieg hat US-Präsident Donald Trump mit Recep Tayyip Erdogan telefoniert. Anschließend ging er golfen.
Trump und Erdogan sprechen über Syrien

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion