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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach.

Er wetterte bis zuletzt gegen Milliarden-Hilfen für Athen

CDU-Rebell Bosbach: Rücktritt als Ausschuss-Vorsitzender

Berlin - Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach hat nach neuesten Meldungen am Donnerstag angekündigt, als Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses zurückzutreten.

Bosbach will trotz seiner heftigen Kritik an der Griechenland-Politik der Bundesregierung sein Abgeordnetenmandat behalten, seinen Posten als Vorsitzender des Innenausschusses aber niederlegen. "Diesen Weg kann und will ich nicht mitgehen", begründete der 63-jährige Bosbach am Donnerstag nach Beratungen mit seinem CDU-Kreisverband seine Entscheidung. Über eine erneute Kandidatur für den Bundestag 2017 will er demnach später entscheiden.

Der populäre Politiker, der häufig in Talkshows zu Gast ist, hatte zuletzt wegen möglicher neuer Griechenland-Milliardenhilfen massive Kritik an seiner eigenen Partei geübt. „Diesen Weg kann und will ich nicht mitgehen“, sagte er am Donnerstag. Er hält das Haftungsrisiko für die Steuerzahler für zu hoch - denn dass Griechenland die Kredite pünktlich und vollständig zurückzahlt, glaubt er nicht.

Bosbach sitzt seit 1994 im Bundestag, bis 2009 war er Vizechef der Unionsfraktion. Zeitweise wurde er sogar als Innenminister gehandelt. Allerdings gilt der 63-Jährige immer auch als Querdenker und Abweichler.

Zuletzt hatte der Vater von drei erwachsenen Töchtern zunehmend gesundheitliche Probleme. Er ist unheilbar an Krebs erkrankt, hat Gicht und Probleme mit dem Herzen.

dpa/AFP

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