+
Proteste bosnischer Serben in Banja Luka, Bosnien-Herzegowina. Foto: Dejan Bozic/Archiv

Umstrittener Nationalfeiertag

Bosnische Serben fordern Verfassungsgericht heraus

Der Machkampf zwischen den bosnischen Serben und dem obersten Gericht erschüttert den Balkanstaat bis in die Grundfesten. Nicht wenige befürchten den Anfang vom Ende Bosniens.

Banja Luka (dpa) - Die serbische Minderheit in Bosnien-Herzegowina hat am Sonntag ein Referendum begonnen, um ein Urteil des Verfassungsgerichts zu kippen. Es geht den Serben darum, den nur von ihnen begangenen Nationalfeiertag am 9. Januar beizubehalten.

Der Oberste Gerichtshof des Landes hatte das ebenso verboten wie auch die Abstimmung. Bei dem verfassungswidrigen Referendum können 1,2 Millionen Wähler in der von Serben kontrollierten Landeshälfte ihre Stimme abgeben. Es wird mit einer nahezu einstimmigen Mehrheit gegen das Gericht gerechnet.

Die USA und die EU hatten vergeblich versucht, die Abstimmung zu verhindern und nicht näher bezeichnete Sanktionen angedroht. Sie sehen das Referendum als Schritt in Richtung der immer wieder angekündigten Abspaltung der Serben von diesem Balkanstaat.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dieser 28-jährige Student könnte Angela Merkel stürzen
Er liefert sich derzeit ein Fernduell mit Martin Schulz: Juso-Chef Kühnert organisiert den Widerstand gegen eine weitere große Koalition. Am Sonntag wird abgerechnet. …
Dieser 28-jährige Student könnte Angela Merkel stürzen
Trotz Merkel-“Nein“: Schulz erwägt nächsten Vorstoß
Seit über einer Woche herrscht schon Stillstand: Am Sonntagnachmittag wird sich die SPD für oder gegen die GroKo entscheiden - der Ausgang der Abstimmung scheint offen. …
Trotz Merkel-“Nein“: Schulz erwägt nächsten Vorstoß
SPD-Spitze erwägt Zugeständnisse an GroKo-Skeptiker
Viele in der SPD wollen sich mit den Ergebnissen der Sondierungen über eine große Koalition nicht zufrieden geben. Vor dem entscheidenden Parteitag spitzt sich die …
SPD-Spitze erwägt Zugeständnisse an GroKo-Skeptiker
Wegen „Shutdown“: Freiheitsstatue in New York geschlossen
Wegen des Zwangsstillstands der US-Regierung hat auch die Freiheitsstatue in New York ihre Tore für Besucher geschlossen. 
Wegen „Shutdown“: Freiheitsstatue in New York geschlossen

Kommentare