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Noch vor der Flüchtlingskrise lockerte das BAMF das Anhörungsverfahren

Explosives Buch

BR-Terrorexperte: Regierung ignorierte Warnungen in Flüchtlingskrise

BR-Terrorexperte Stefan Meining behauptet in seinem Buch „Geheimakte Asyl“: Die Regierung ignorierte Warnungen in der Flüchtlingskrise.

Nürnberg - Hätten islamistische Anschläge verhindert werden können? In einem brisanten Buch deckt Stefan Meining (54), Terror-Experte des Bayerischen Rundfunks (BR), auf, wie die Chefs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in der Flüchtlingskrise Warnungen ihrer eigenen Mitarbeiter vor möglichen Terroristen ignoriert haben. 

Der Stein des Anstoßes: Die Registrierung der Flüchtlinge. Im Herbst 2014 trifft das BAMF die Entscheidung, die mündliche Anhörung der ankommenden Flüchtlinge abzuschaffen. Als Ersatz dienen schriftliche Fragebögen. „Die zuständigen Abteilungen im BAMF, langgediente Entscheider und die Männer und Frauen von der Sicherheit sind über die Planungen der Amtsleitung entsetzt", berichtet Meining in seinem Buch "Geheimakte Asyl: Wie die Politik in der Flüchtlingsfrage Deutschlands Sicherheit gefährdet“. Bild Online hat daraus Auszüge vorab veröffentlicht

Buchautor schreibt: Terroristen sollten als Flüchtlinge eingeschleust werden

Meinung schreibt in seinem Buch: "Aktuellen Meldungen zufolge, ist in einer Stellungnahme von BAMF-Fachleuten zu lesen, soll die Organisation Islamischer Staat bereits angekündigt haben, mit Asylbewerbern auch Gefährder einzuschleusen.“ Auch das Bundesamt für Verfassungsschutz soll vor eingeschleusten ISIS-Kämpfern unter den Flüchtlingen gewarnt haben, so Meining in seinem Buch. In dem Buchauszug auf Bild ist dazu zu lesen: „Diese Warnungen bleiben geheim; bis zum heutigen Tag. Aus gutem Grund: Der Hinweis des Bundesamtes steht in scharfem Kontrast zu den öffentlichen Verlautbarungen deutscher Politiker und Sicherheitsexperten. Die kleine Schar der Experten im BAMF, die den Hinweis des Verfassungsschutzes hingegen lesen können, kann sich bestätigt fühlen. Sie liegen mit ihren Warnungen goldrichtig." 

„Geheimakte Asyl“ - das neue Buch des BR-Terrorexperten Stefan Meining

Folgenlos blieben allerdings auch diese Terror-Hinweise in der Flüchtlingskrise. Das BAMF ertrank indes in einer Flut von Fragebögen: Laut Bild gingen allein im Jahr 2015 beim BAMF 170.599 Fragebögen von Syrern ein, weitere 17.429 von Irakern. Doch trotz frühzeitiger Warnungen wurde die Wiedereinführung mündlicher Anhörungen erst im Dezember 2015 beschlossen. Bild wertet dies als Reaktion auf die islamistischen Anschlägen in Paris vom 13. November. Einer der Attentäter von Paris war als Flüchtlinge nach Europa eingereist.

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