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Auch Münchner Raum betroffen

Brachte NATO-Übung zivile Flugzeuge in Gefahr?

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München - Durch NATO-Manöver im Juni diesen Jahres ist womöglich der zivile Luftverkehr massiv beeinträchtigt worden. Flugzeuge mussten umgeleitet werden und hatten lange Verspätungen.

Im Juni 2014 wurde der zivile Luftverkehr in Österreich, Tschechien, Ungarn und dem Süden Deutschlands durch NATO-Übungen stark beeinträchtigt und dadurch möglicherweise in Gefahr gebracht. Dabei soll es zu Störungen der Radaranlagen der Flugzeuge gekommen sein. Dadurch konnte offenbar über einen bestimmten Zeitraum auf bestimmte Daten wie Geschwindigkeit oder Flug-Kurse nicht zugegriffen werden. Die Störungen traten im Bereich der Flugsicherungen München und Karlsruhe auf.

Wie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bestätigte, mussten Flugzeuge in Höhe von zehn Kilometern auf eine tiefere Höhe umgeleitet werden. Die allgemeine Flugkontrolle sei nicht in Gefahr gewesen, jedoch konnte die Flugsicherheit nicht durchgängig gewährleistet werden.

Alles in allem seien am 5. Juni 17 und am 10. Juni 37 Flugzeuge von den Störungen der Radaranlagen betroffen gewesen. Dabei kam es insgesamt zu Verspätungen von etwa 41 Stunden, berichtet die Internetseite golem.de und beruft sich dabei auf das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

NATO probte "Elektronischen Kampf"

Das Verkehrsministerium soll laut dem Bericht zugegeben haben, dass bei dem NATO-Manöver auch die "elektronische Kampfführung" durch das ungarische Militär geprobt wurde. Dadurch könnte es zu den Störungen der Radaranlagen gekommen sein. Jedoch gab es auch schon in Deutschland ähnliche NATO-Übungen - dabei kam es zu keinen Ausfällen.

In Österreich war die Situation jedoch heikel. Wie österreichische Medien berichteten, seien Flugzeuge sogar vom Radar verschwunden und nur noch per Funk erreichbar gewesen.

Mittlerweile ist bekannt, dass sich sowohl die NATO als auch die jeweiligen Luftbehörden mit den Vorfällen beschäftigen. Es wird nötig sein, auch zu untersuchen, wie hoch das Risiko für den zivilen Luftverkehr zum Zeitpunkt der NATO-Versuche war.

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