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Nach den Festnahmen wird geklärt, ob die Brandstifter auch für den Brand eines Bautzener Hotels verantwortlich sind. Das Gebäude sollte eine Flüchtlingsunterkunft werden.

Polizeierfolg

Brandanschlag auf Flüchtlingsheim in Bautzen: Täter verhaftet

Bautzen - Nach einem Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft in Bautzen hat die Polizei drei Verdächtige gefasst. Nun wird geprüft, ob sie auch einen weiteren Brand gelegt haben.

In der Nacht zum 13. Dezember waren vier Brandsätze auf das Gelände der Unterkunft geworfen worden. Zwei Molotowcocktails brannten laut Polizei auf einer Fläche wenige Meter vor dem ehemaligen Spreehotel ab. Ein Schaden entstand nicht. Die beiden anderen Brandsätze hatten nicht gezündet. 

Zwei Männer im Alter von 19 Jahren und ein 23-Jähriger seien „insoweit geständig“, sagte der Görlitzer Staatsanwalt Till Neumann am Mittwoch auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft wirft den mutmaßlichen Tätern "Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung eines vorsätzlichen Brandstiftungsdelikts" vor. Es könne "davon ausgegangen werden, dass die durch die Tat verursachte allgemeine Beunruhigung der Bevölkerung den Beschuldigten jederzeit bewusst und auch von ihnen gewollt war", erklärte die Staatsanwaltschaft. Den Männern wird zudem vorgeworfen, Autos und bei einem Einbruch Elektrogeräte gestohlen zu haben.

Polizei prüft eine weitere Brandstiftung

Die drei Festgenommenen stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft auch noch wegen einer weiteren Brandstiftung in Verdacht: Im Februar brannte ein Hotel, das als Flüchtlingsunterkunft geplant war ab. Damals beklatschten Schaulustige das Feuer und riefen fremdenfeindliche Parolen. Das sorgte bundesweit für Entsetzen.

Die Männer befinden sich seit dem 23. Dezember in Untersuchungshaft. Zuvor hatten die „Bild“ und der MDR über die Festnahmen berichtet.

mm/dpa/afp

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