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Der Brand legte den Regionalverkehr zwischen Berlin und Potsdam lahm.

Kabelschacht angezündet

Brandanschlag in Berlin - linke Szene bekennt sich

Berlin - Der 1. Mai ist relativ glimpflich verlaufen, plötzlich brennt es an einer Bahnstrecke: Unbekannte legen den Zugverkehr zwischen Berlin und Potsdam lahm. Ein Bekennerschreiben führt in die linke Szene.

Einen Tag nach dem 1. Mai haben Linksextreme einen Brandanschlag an einer Berliner Bahnstrecke verübt. Auf einer Internetseite der linken Szene wurde ein Bekennerschreiben veröffentlicht, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Das Feuer in einem Kabelschacht legte den Regionalverkehr zwischen Berlin und Potsdam lahm. Der polizeiliche Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Der Autor des Bekennerschreibens begründet die Tat mit der „sozial bewegten Situation im Süden Europas und auf anderen Kontinenten“, die sich von der gespannten Ruhe hierzulande nicht trennen lasse. Deshalb habe man den 1. Mai verlängert und an mehreren Orten im Südwesten Berlins den Zugverkehr „sowie in Teilen die Telekommunikation stillgelegt bzw. eingeschränkt“. Über weitere Anschläge oder Versuche war der Polizei jedoch zunächst nichts bekannt.

Bilder: Krawalle bei revolutionären 1.-Mai-Demonstrationen

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Die Täter hatten am frühen Morgen einen Kabelschacht an der Bahnstrecke angezündet, die parallel zu einer Autobahn verläuft. Ein Lastwagenfahrer sah das Feuer nach Polizeiangaben von der Autobahn aus und alarmierte die Feuerwehr.

Am Abend des 1. Mai hatten sich nach Angaben der Berliner Polizei etwa 9000 Demonstranten an einem Protestmarsch linker Gruppen von Kreuzberg in Richtung Regierungsviertel beteiligt. Die Demonstration war von Krawallen begleitet, die Ausschreitungen waren aber im Vergleich mit denen vergangener Jahre weniger heftig.

Erst Ende Februar hatte ein Kabelbrand nach einem Anschlag in der Nähe des Bahnhofs Ostkreuz den S-Bahnverkehr in Berlin erheblich gestört. Im Oktober 2011 wurden im Raum Berlin an neun Tatorten 18 Brandsätze gefunden. Auch damals lag ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppe vor. Die Täter wurden aber bis heute nicht gefasst.

dpa

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