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Der ausgebrannte Dachstuhl der geplanten Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz.

350 Hinweise waren erfolglos

Brandstifter von Tröglitz können nicht ermittelt werden

Tröglitz - Mehr als ein Jahr nach dem Brandanschlag auf eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz in Sachsen-Anhalt sind die Ermittlungen ergebnislos eingestellt worden. 

Die Täter hätten nicht ermittelt werden können, teilte die zuständige Staatsanwaltschaft in Halle am Freitag mit. Die Ermittler gingen rund 350 Hinweisen nach. Etwa 600 Haushalte in Tröglitz wurden befragt, rund 250 Vernehmungen geführt. Bei sechs Menschen, die mit dem Brand in Verbindung gestanden haben könnten, haben sich die Verdachtsmomente nicht bestätigt.

Auch die Spuren am Tatort hätten nicht zur Aufklärung geführt. "Weitere, erfolgsversprechende Ermittlungsansätze sind derzeit nicht ersichtlich", erklärte die Staatsanwaltschaft. Das Ermittlungsverfahren wurde bereits am 11. Juli eingestellt.

Die Flüchtlingsunterkunft in Tröglitz war in der Nacht zum 4. April 2015 angezündet worden. Das Haus, in das wenig später 40 Asylbewerber einziehen sollten, stand zu diesem Zeitpunkt weitgehend leer. Die Täter entzündeten laut Staatsanwaltschaft an mehreren Stellen innerhalb des Hauses Brandbeschleuniger.

Nachbarn warnten Bewohner vor dem Feuer

Durch den Brand wurden der gesamte Dachstuhl sowie weitere Gebäudeteile beschädigt. Die noch in einem Teil des Gebäudes lebenden Bewohner konnten der Staatsanwaltschaft zufolge durch Nachbarn noch rechtzeitig gewarnt werden.

Der Ort Tröglitz hatte schon vor dem Brandanschlag bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Bürgermeister Markus Nierth war zurückgetreten, weil er sich von Rechtsextremen bedroht fand und von den örtlichen Behörden im Stich gelassen fühlte.

AFP

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