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Die Aktivisten fordern mit verschiedenen Protestaktionen den sofortigen Ausstieg aus der Braunkohle.

Rote Linie für RWE

Rund 3000 Klimaschützer bilden Menschenkette im rheinischen Braunkohlerevier

Bürger gegen Kohle: 3000 Bürger stellen sich in Nordrhein-Westfalen symbolisch mit einer Menschenkette den Braunkohlebaggern von RWE in den Weg. Mit großen Umweltverbänden fordern sie den Kohleausstieg. An anderer Stelle beschäftigten neue Blockaden die Polizei.

Kerpen - Umweltverbände, Grüne und rund 3000 Bürger haben in Nordrhein-Westfalen mit einer Menschenkette ihre Forderung nach einem Kohleausstieg in Deutschland untermauert.

Am rheinischen Tagebau Hambach formierten sich die in Rot gekleideten Teilnehmer zu einer zwei Kilometer langen Linie, um dem Energiekonzern RWE "Bis hierhin und nicht weiter" zu signalisieren. Nordrhein-Westfalen dürfe höchstens ein Viertel der vorgesehenen Kohle-Mengen abbauen, damit Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten könne, sagte der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Hubert Weiger.

Die Bemühungen zum Erreichen der Klimaschutzziele müssten verstärkt werden: "Wir brauchen ein Kohleausstiegsgesetz, wir brauchen Strukturmaßnahmen für die Menschen, für die Region, Arbeitsplätze und einen Schub für die Energiewende", forderte der BUND-Vorsitzende im Dorf Kerpen-Manheim, das von 2023 an für den Tagebau Hambach abgebaggert werden soll.

Die Grünen-Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt (2.v.r.) und Cem Özdemir (2.v.l.).

An der Menschenkette nahmen auch die Grünen-Spitzenkandidaten Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir sowie die Parteivorsitzende Simone Peter und Fraktionschef Anton Hofreiter teil. Neben dem BUND hatten Greenpeace und die Umwelt-Allianz Deutschland zu der Aktion aufgerufen.

"Wir haben mit der Bundesregierung die Erfahrung gemacht, dass der Einstieg in den Kohleausstieg nicht möglich wird", kritisierte Weiger. Der Kohleausstieg müsse ganz oben auf der Agenda der nächsten Bundesregierung stehen.

Die Menschenkette war eine von vielen Protesten unterschiedlichster Gruppen. Diese sollen bis Dienstag dauern. Am Freitag hatten Aktivisten den Tagebaubetrieb mit einzelnen Aktionen gestört. Wegen der Blockaden von Umweltaktivisten hatte der RWE-Konzern in einem Kraftwerk die Leistung vorübergehend gedrosselt. Auch am Samstag gingen Blockaden an verschiedenen Stellen weiter. In der Nacht hatten Unbekannte einen Mannschaftswagen der Polizei am Tagebau Hambach mit Schleudern und Feuerwerkskörpern beschossen. Es wurde niemand verletzt.

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