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Premierministerin Theresa May

Übereinstimmende Berichte

Brexit-Eklat im britischen Kabinett: Minister zerfetzt Papiere mit Mays Vorschlägen

Der geplante Brexit stürzt auch das britische Kabinett in mittelschwere Krisen: Ein Minister hat nun „außer sich vor Wut“ ein drastisches Zeichen gegen Premier Theresa May gesetzt.

London - Im britischen Kabinett wird offenbar weiter heftigst über die Vorstellungen zu künftigen Zollvereinbarungen mit der EU gestritten. Umweltminister Michael Gove, einer der führenden Befürworter von Großbritanniens Austritt aus der EU, habe die Papiere mit den Wunschvorstellungen von Premierministerin Theresa May zu den Zollvereinbarungen zerrissen, berichtete die Boulevardzeitung The Sun am Samstag. Der Sender BBC bekräftigte die Darstellung später unter Berufung auf Mitarbeiter des Ministers.

Gove sei "außer sich vor Wut" gewesen, schrieb die "Sun". Er habe Mays Entwurf "physisch zerrissen, um zu zeigen, dass er nicht bereit ist, das Dokument als eine Zusammenfassung ihrer Diskussionen zu akzeptieren".

May will ihr zerstrittenes Kabinett am Freitag zu einem wichtigen Treffen zum Brexit versammeln, der bereits am 29. März 2019 vollzogen werden soll. Dabei sollen auch Pläne für die künftigen Handels- und Zollabkommen mit der EU ausgearbeitet werden.

Hoffnung auf Einigung in der EU schon auf dem Nullpunkt?

Das Kabinett ist in mehreren Fragen zum Brexit gespalten. Bei den Zöllen gibt es zwei gegensätzliche Modelle. Beim Modell der "maximalen Erleichterung". Dabei sollen Grenzkontrollen durch Vereinbarungen mit Handelsunternehmen sowie technologische Vorkehrungen vermieden werden. Das Gegenmodell einer Zollpartnerschaft sieht vor, dass Großbritannien im Auftrag der EU Zölle auf Waren kassiert, die nach Europa exportiert werden sollen.

EU-Ratspräsident Donald Tuks hatte von Großbritannien am Freitag in einem "letzten Aufruf" verlangt zu erläutern, wie es sich den Brexit vorstelle. Die britische Zeitung "The Independent" berichtete am Sonntag, die EU-Staats- und Regierungschefs hätten die Hoffnung aufgegeben, dass bis zu ihrem nächsten Gipfel im Oktober eine Vereinbarung mit London erreicht wird. So war es bislang auf beiden Seiten geplant gewesen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte sich am Samstag in ihrem wöchentlichen Podcast auch zum Thema Brexit geäußert.

Lesen Sie auch: Brexit-Kampagne - E-Mails beweisen offenbar Verbindung mit Russland

AFP/fn

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