Dominic Cummings, Berater des britischen Premierminister Johnson, trägt beim Verlassen der 10 Downing Street eine Kiste.
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Dominic Cummings, Berater des britischen Premierminister Johnson, beim Verlassen der 10 Downing Street.

Kommentar

Rücktritte in der britischen Regierung: Niedergang der Populisten eingeläutet? Lieber nicht zu früh freuen 

  • Alexander Weber
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Extreme Brexit-Hardliner mussten gehen, nachdem sie zuletzt viel Schaden angerichtet hatten. Doch noch ist der Wandel weg von der Populisten-Ära nicht endgültig. Ein Kommentar.

München/London - Für allzu großen Jubel in Brüssel ist es sicher noch zu früh. Doch nach den zuletzt turbulenten Ereignissen im britischen Regierungssitz 10 Downing Street sind die Chancen dafür gestiegen, dass es auf den letzten Zentimetern vor dem Abgrund doch noch einen Sieg der Vernunft geben könnte. Alles andere als eine gütliche Einigung zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich über weiterhin gute Handelsbeziehungen nach der Brexit-Übergangszeit wären einfach nicht vermittelbar.

Mit Dominic Cummings und seinem Mitstreiter Lee Cane mussten extreme Brexit-Hardliner im parteiinternen Machtkampf klein beigeben, die in den letzten Monaten innerhalb der Unterhausfraktion und des Regierungsapparats der einst stolzen Konservativen Partei eine Menge Porzellan zerschlagen haben. Und vor allem: mit ihrer ideologischen Bulldozer-Mentalität dem Land massiv schadeten.

Brexit/Kommentar: Niedergang der Populisten eingeläutet? Nicht zu früh freuen 

Sei es Cummings demonstrativer Verstoß gegen die Corona-Lockdown-Regeln der eigenen Regierung im Frühjahr, oder der versuchte skandalöse Bruch des Brexit-Abkommens mit allen Risiken für die Zukunft auf der irischen Insel, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Ein Kommentar von Alexander Weber.

Manche sehen in der Parallelität der Ereignisse – 2016 Boris Johnsons Brexit-Erfolg, Donald Trumps Einzug ins Weiße Haus – und der heutigen Niederlage Trumps sowie Johnsons Niedergang das Ende der Populisten-Ära kommen. Aber auch hier sollte man sich nicht zu früh freuen.

Ein Kommentar von Alexander Weber

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