+
Rapper Slowthai ist ein klarer Brexit-Gegner.

Schock für Zuschauer bei Preisverleihung

Auftritt mit Johnsons Kopf: Geschmackloser Brexit-Protest von britischem Musiker

  • schließen

Wenn es um den Brexit geht, gibt es nur Schwarz und Weiß. Besonders in Großbritannien. Ein Rapper zeigt nun auf fragwürdige Weise, was er von der Politik von Boris Johnson hält.

München/London - Bis Ende Oktober soll der Brexit vollzogen werden. Das verspricht der erst seit knapp zwei Monaten amtierende Premierminister Boris Johnson, der offenbar auch vor einem ungeordneten Abschied aus der EU keinesfalls zurückschreckt.

Mit seinen Ansichten spaltet der ehemalige Außenminister Großbritanniens. Und schafft sich zahlreiche Feinde. Zu den großen Johnson-Widersachern gehört auch der britische Rapper Slowthai. Und der sorgte nun für einen Eklat.

Brexit-Protest: Rapper Slowthai mit geköpftem Johnson auf der Bühne

Bei seinem Auftritt im Rahmen des renommierten Mercury Prize in London packte der 24-Jährige, dessen erstes Studioalbum bezeichnenderweise "Nothing Great About Britain" heißt, plötzlich eine Maske aus, die mit den blonden Haaren dem Regierungschef verdächtig ähnelte.

Es wirkte wie eine Trophäe, die Slowthai da hochhielt. Als wäre Johnson geköpft worden. Ein extrem lauter Brexit-Protest. Und obendrein reichlich geschmacklos.

Brexit-Protest: Rapper Slowthai wirbt auch für seine „F*ck Boris“-Shirts

Via Instagram verbreitete Slowthai das Foto mit seinem besonderen Mitbringsel. Zugleich warb er für seine Kollektion der "F*ck Boris"-Shirts. Eines der Exemplare, auf dem Johnson als splitternackte Comicfigur mit diversen Verrenkungen seinen Namen nachstellt, trug der Musiker auch während seiner Show.

Seine Performance beendete Slowthai mit der klaren Botschaft "F*ck Boris Johnson. F*ck everything." Er zählte bei der Preisverleihung für das beste britische Album zu den Favoriten, ging unter den zwölf Nominierten letztlich aber leer aus. Rapper-Kollege Dave räumte die Trophäe ab.

Brexit-Protest: Politische Botschaft von Rapper Slowthai ohne direkte Folgen

Der übertragende Sender "BBC" begegnete Slowthais auf fragwürdige Art geäußerte politische Botschaft lediglich halbherzig. Zwar wurde das Bild zum Ende schnell umgeschnitten, doch der laute Beifall der Zuschauer war dennoch nicht zu überhören. Moderatorin Lauren Laverne kommentierte den Vorfall laut Metro lapidar: "Slowthai, mit seiner eigenen Sicht der Dinge."

Zuletzt kamen peinliche Details über ein Treffen von Boris Johnson und Jean-Claude Juncker als Präsident der Europäischen Kommission ans Licht. Für Aufsehen sorgte der britische Premier auch, als er das Parlament in die Zwangspause schickte. Zuletzt verabschiedete sich Parlamentspräsident John Bercow auf emotionale Weise von seinem zentralen Platz im Brexit-Streit.

mg

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trotz Türkei-Angriff und Klima-Debatte: Anne Will fällt am 13. Oktober aus
Der beliebte ARD-Talk am Sonntagabend „Anne Will“ fällt am 13. Oktober ersatzlos aus. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren.
Trotz Türkei-Angriff und Klima-Debatte: Anne Will fällt am 13. Oktober aus
Greta Thunberg: Ohne diese Lehrerin wäre ihr Leben völlig anders verlaufen
Greta Thunberg ist dank ihrer Schulstreiks weltweit bekannt. Nun plaudert eine ehemalige Lehrerin aus dem Nähkästchen - und offenbart Erstaunliches.
Greta Thunberg: Ohne diese Lehrerin wäre ihr Leben völlig anders verlaufen
Nach Anschlag in Halle: Seehofer sorgt mit Gamer-Äußerung für Kritik - „Wie kann man seinen Job so sehr ...“
Innenminister Horst Seehofer hat nach dem Anschlag in Halle Computerspiele für mitverantwortlich gemacht und will die Gamer-Szene stärker kontrollieren. Dafür wird er …
Nach Anschlag in Halle: Seehofer sorgt mit Gamer-Äußerung für Kritik - „Wie kann man seinen Job so sehr ...“
Syrien-Konflikt: Merkel telefoniert mit Erdogan - und stellt Forderung an Türkei
Der türkische Präsident Erdogan startet eine Offensive in Nordsyrien. Die Bundesregierung ergreift Maßnahmen und fordert ein Ende der Offensive. Alle News im Ticker. 
Syrien-Konflikt: Merkel telefoniert mit Erdogan - und stellt Forderung an Türkei

Kommentare