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Ende März will Großbritannien aus der EU austreten. Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Brexit veröffentlichte die Bundesregierung nun auf ihrer Internetseite. 

Erasmus-Semester, Reisen, Handel

Brexit: Was passiert jetzt? - Bundesregierung beantwortet die drängendsten Fragen

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Im Brexit-Chaos den Überblick zu behalten, ist für Politiker wie Bürger schwer. Die Bundesregierung gibt in einer FAQ-Sammlung wichtige Antworten.

London/Berlin - Ein ungeordneter Brexit wird nach der Ablehnung des von der britischen Premierministerin Theresa May vorgeschlagenen Abkommens immer wahrscheinlicher. Schon jetzt ist es für Bürger wie Politiker schwierig, im Chaos um den Brexit den Überblick zu behalten. 

Um häufige Fragen zum Austritt Großbritanniens aus der EU zu beantworten, veröffentlichte die deutsche Bundesregierung nun auf ihrer Internetseite eine FAQ-Sammlung, in der sich Bürger informieren können. Von Auslandsstudium über Reisen bis hin zu Handelsfragen deckt der Fragenkatalog einiges ab, was für die Bürger im Zusammenhang mit dem Brexit relevant werden könnte. Regierungssprecher Steffen Seibert machte am Mittwoch über Twitter auf die Fragensammlung aufmerksam.

Brexit-Fragensammlung gibt Antworten zum Auslandsstudium

So steht in der FAQ-Sammlung beispielsweise, dass Studierende, die ihr Studium in Großbritannien absolvieren, bis zum Ende des begonnen Ausbildungsabschnitts weiterhin BaföG bekommen können. Unklar ist jedoch bisher, ob Studierende auch weiterhin ein Erasmus-Semester in Großbritannien machen können. Das hänge vom Ausgang der Austrittsverhandlungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ab, heißt es auf der Website der Bundesregierung. 

Auch für Klassenfahrten und Schüleraustausche spielt das Ergebnis des Brexit-Deals eine Rolle. Denn künftig könnte es erforderlich werden, eine private Auslandskrankenversicherung für die reisenden Schüler abzuschließen. 

Können Deutsche nach dem Brexit ohne Visum nach Großbritannien?

Die Frage, ob Deutsche nach dem Brexit immer noch ohne Visum in Großbritannien Urlaub machen können, beantwortet die Bundesregierung ebenfalls. Die Europäische Kommission habe vorgeschlagen, britische Staatsangehörige für Kurzaufenthalte, die bis zu 90 Tage innerhalb von 180 Tagen dauern, von der Visumspflicht zu befreien. Diese Regelung werde aber nur gelten, sofern auch Unionsbürger ebenso von der Visumspflicht im Vereinigten Königreich befreit sind. 

Für den Flugverkehr hätte ein ungeordneter Brexit möglicherweise verheerende Folgen, denn im Falle eines „No Deals“ scheidet das Vereinigte Königreich mit dem Austrittsdatum unmittelbar aus dem gemeinsamen europäischen Luftverkehrsraum aus. Um eine Unterbrechung des Flugverkehrs dennoch zu vermeiden, suchen EU-Vertreter derzeit nach Maßnahmen. 

Was passiert durch den Brexit mit Warentransporten auf LKWs

Ob britische LKWs nach dem Brexit noch Waren nach Deutschland befördern dürfen, ist bisher noch nicht gänzlich klar. „Die EU-internen Beratungen dauern derzeit noch an“, heißt es von der Bundesregierung. Das Ergebnis dieser Beratungen sei noch nicht absehbar. Wie die dpa berichtet, macht sich die deutsche Wirtschaft nach dem Nein zum Brexit-Abkommen Sorgen um ein wirtschaftliches Chaos. Jedoch gibt es spezielle Genehmigungen, durch die Handelsleute weiterhin Zugang zum britischen Straßengüterverkehrsmarkt erhalten können. 

Während die Regierung sich mit der Fragensammlung bemüht, Ordnung ins Brexit-Chaos zu bringen, wird die Ablehnung von Mays vorgeschlagenem Brexit-Deal auf Twitter ebenfalls, teils durchaus humorvoll, kommentiert.

Die neuesten Informationen zum Brexit lesen Sie auch im News-Ticker.

Hier erfahren Sie alles über die nächste Schicksalsabstimmung zum Brexit von Ende Januar 2019.

Brexit: May will mit der EU nachverhandeln - doch Juncker bleibt hart

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