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Aufkleber auf dem Van des Verdächtigen: „Kill your Enemy and those who rob you.“

News-Ticker zu den Sprengsätzen in den USA

Briefbomben-Serie in den USA: Verdächtiger kommt nicht auf Kaution frei

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Der mutmaßliche Täter der Briefbomben-Serie bleibt vorerst im Gefängnis. Er ist polizeibekannt und drohte bereits in der Vergangenheit mit einem Anschlag. Der News-Ticker.

  • Der Fund von mutmaßlichen Sprengsätzen in der Post von Obama und Clinton versetzt die USA in Aufruhr
  • Auch das CNN-Büro in New York musste wegen eines verdächtigen Pakets evakuiert werden
  • New Yorks Bürgermeister spricht von einem „Terrorakt“
  • Eine Sprecherin des Weißen Hauses nannte den Versand der Bomben „terrorisierende Handlungen“

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Update 6. November, 20.40 Uhr: Der Mann, der mutmaßlich eine Serie von Briefbomben an Kritiker von US-Präsident Donald Trump in den USA geschickt hat, muss bis zu seinem Prozess im Gefängnis bleiben. Ein Richter lehnte am Dienstag bei einem ersten kurzen Auftritt von Cesar Sayoc vor Gericht in New York eine Freilassung gegen Kaution ab. Der 56-Jährige sei eine Gefahr für die Öffentlichkeit und es bestehe Fluchtgefahr, hatte die Staatsanwaltschaft argumentiert. Die Verteidigung hatte das nicht angefochten.

Sayoc muss sich in fünf Anklagepunkten verantworten, unter anderem wegen dem Verschicken von Sprengsätzen und der Bedrohung früherer Präsidenten. Bei einer Verurteilung droht ihm eine lange Haftstrafe. Der 56-Jährige war Ende Oktober in Florida festgenommen worden, nachdem mehr als zehn Briefbomben gefunden worden waren. Sie waren unter anderem an den früheren Präsidenten Barack Obama und an die frühere Außenministerin Hillary Clinton adressiert. Die Päckchen konnten allesamt abgefangen werden, verletzt wurde niemand.

Briefbomben-Serie in den USA: Bekannter beschreibt Verdächtigen als „geisteskrank“

Update 8.43 Uhr: Mit Informationen über den Mann aus Florida, der die mindestens 13 Rohrbomben an prominente Kritiker von Donald Trump verschickt haben soll, halten sich die US-Behörden bislang zurück. Doch offenkundig ist bereits, dass der am Freitag festgenommene Cesar Sayoc ein fanatischer Trump-Anhänger ist - und von Hass auf Kritiker des Präsidenten angetrieben war.

Die Scheiben seines Lieferwagens waren mit politischen Aufklebern zugekleistert - Werbung für Trump und Schmähungen von dessen Opponenten. Zu dem Dekor gehörten die mit Zielscheiben versehenen Gesichter von Ex-Präsident Barack Obama, der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und des CNN-Moderators Van Jones sowie der Slogan "CNN ist zum Kotzen". Obama, Clinton und der Trump-kritische Fernsehsender gehörten zu den Briefbomben-Adressaten.

Auch auf mutmaßlich von Sayoc stammenden Konten in den Onlinenetzwerken wird Trump gepriesen und übel gegen dessen Gegner agitiert. Alles, was bisher über Sayoc bekannt ist, widerspricht also diametral den von rechtsgerichteten Kreisen verbreiteten Verschwörungstheorien über die Briefbomben.

Bereits kurz nach dem Bombenalarm waren wilde Spekulationen aufgekommen, die Sprengsätze könnten aus dem Lager linker Fanatiker versendet worden sein - mit dem Ziel, das rechte Lager verantwortlich zu machen und so den Republikanern bei den bevorstehenden Kongresswahlen zu schaden.

Dass Sayoc Begeisterung für Trump und seine Abscheu für dessen Gegner authentisch ist, daran kann allerdings kaum ein Zweifel bestehen. Zu reichlich ist bereits das Material, das seine politische Ausrichtung dokumentiert. Der Mann aus Aventura nördlich von Miami war eingetragenes Mitglied der Republikanischen Partei. Fotos zeigen ihn auf Trump-Veranstaltungen im Florida. Im Juni veröffentlichte er im Internet einen huldigenden Geburtstagsgruß an den Präsidenten.

Debra Gureghian, Managerin einer Pizzeria, für die Sayoc früher als Lieferbote arbeitete, beschreibt ihn als "durchgeknallt". Sayoc sei "sehr wütend" auf die Welt gewesen - auf "Schwarze, Juden, Homosexuelle", sagte sie der Zeitung "Washington Post". Der Anwalt Ronald Lowy, der für Verwandte Sayocs arbeitet, hält den 56-Jährigen für "geisteskrank".

Die Bundespolizei FBI stieß durch einen Fingerabdruck auf Sayoc, der auf einem der Briefumschläge mit den Sprengsätzen gefunden worden war. Sayoc war früher schon mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geraten. So wurde er wegen einer Bombendrohung gegen seinen Stromversorger zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Festgenommen wurde er auch wegen Diebstahls und häuslicher Gewalt.

Sayoc hatte auch Geldprobleme. Vor sechs Jahren beantragte er laut amtlichen Dokumenten Privatinsolvenz. Lowy zufolge wohnte er offenbar seit mehr als zehn Jahren in seinem Lieferwagen.

Über Sayocs Lebenslauf herrscht bislang viel Unklarheit. Die Angaben auf seinen mutmaßlichen Onlinekonten sind nicht unbedingt zuverlässig. Demnach soll Sayoc früher "professioneller Fußballspieler, Ring- und Käfigkämpfer" gewesen sein, aber auch Tiermedizin studiert haben. Laut Medienberichten soll er früher Reinigungs- und Cateringdienste betrieben und auch als Stripper gearbeitet haben.

Sayoc gab sich selbst als Angehöriger des Seminole-Stamms aus und berichtete, dass er in einem von den Indianern betriebenen Hotel-Casino in Florida gearbeitet habe. Doch dies könnte erfunden gewesen sein. Die Seminoles erklärten, es gebe "keine Belege" dafür, dass Sayoc dem Stamm angehöre und für sie gearbeitet habe. Ein Cousin Sayocs sagte der "Washington Post", dessen Vater stamme aus dem Philippinen, seine Mutter sei italienischer Herkunft.

Festgenommen wurde Sayoc auf einem Parkplatz in Plantation, einem Vorort von Fort Lauderdale im Südosten Floridas. Fernsehbilder von seiner Festnahme zeigen einen muskulösen Mann mit kurzgeschorenem Haar. Bereits kurz nach seiner Festnahme wurde Sayoc formell mehrerer schwerer Verbrechen beschuldigt, darunter "Angriffe" auf frühere Regierungsvertreter. Seine absehbare Maximalstrafe beläuft sich laut US-Justizministerium auf 48 Jahre.

Verdächtiger drohte bereits vor Jahren mit Anschlag - Die News von Samstag, 27. Oktober

15.17 Uhr: Die Washington Post berichtet, dass Cesar S. bereits in der Vergangenheit gedroht habe, einen Anschlag zu begehen. Im Jahr 2002 habe er bei Florida Power & Light angerufen - mit der Drohung, das Energieunternehmen in die Luft zu sprengen. In der späteren Anklageschrift hieß es, S. habe gesagt, der Anschlag würde schlimmer als der 11. September werden.

15.03 Uhr: Nun hat sich laut Bild-Zeitung der Verteidiger des mutmaßlichen Bombenbauers Cesar S. öffentlich geäußert. Er macht Trumps aggressive Rhetorik mitverantwortlich für die Radikalisierung seines Mandanten. S. hätte sich vor Trump gar nicht für Politik interessiert - „solche Außenseiter“ wie er S. bezeichnet, fühlten sich durch den Poitikstil Trumps aber angesprochen.

Laut Auskunft von Familienanwalt Ronald Lowy stammt S. aus zerrüttelten Verhältnissen, sein Vater verließ seine Familie früh. „Er fühlte sich verloren und suchte nach Halt – und er fand in Trump eine Vaterfigur“, spekuliert Lowy.

Bemerkenswert ist auch, dass S. zwar Kind eines philippinischen Vaters und einer italienischen Mutter ist, sich selbst aber als Ureinwohner der USA bezeichnet. Lowy stellt S. geistige Zurechnungsfähigkeit in Frage: „Er erkennt die Wirklichkeit nicht, er lebt in einer Fantasiewelt. Die Zeichen einer psychischen Erkrankung sind offensichtlich vorhanden. Wenn man mit ihm spricht, dann redet er wie ein 15-Jähriger, wie ein Kind. Das hier sieht wie ein ausgeklügeltes Verbrechen aus, aber ich habe wirklich Schwierigkeiten mir vorzustellen, dass er überhaupt die geistigen Fähigkeiten hat, funktionierende Bomben zu bauen.“

Dubios ist S. berufliche Vergangenheit. 2014 sagte er unter Eid aus, er sei Manager eines Strip Clubs gewesen, Inhaber einer Reinigungsfirma, ein Profi-Wrestler, Stripper bei den Chippendales – und sogar Fußballspieler in Mailand.

Die Chippendales zumindest bestritten,mit S. in Verbindung gestanden zu haben.

Hillary Clinton über Trump: „Er peitscht die Zuschauer auf, die zu ihm kommen, und es ist fast wie eine Sucht“

08.32 Uhr: Nach der Festnahme im Fall der Serie von Briefbomben an Kritiker von Donald Trump hat seine Ex-Konkurrentin Hillary Clinton dem US-Präsidenten indirekt eine Mitschuld gegeben. „Wir leben in einer Zeit, in der die Atmosphäre unberechenbar und hasserfüllt ist und wir haben einen Präsidenten, der die ganze Zeit rücksichtlose Rhetorik praktiziert, die alle möglichen Leute erniedrigen und dämonisieren soll“, sagte Clinton am Freitagabend (Ortszeit) bei einer Veranstaltung im New Yorker Kulturzentrum 92Y.

Hillary Clinton bei einem Auftritt am Sonntag

„Er peitscht die Zuschauer auf, die zu ihm kommen, und es ist fast wie eine Sucht: er treibt sie an und sie geben ihm das zurück, was er anscheinend braucht, um sich stark und wichtig zu fühlen“, sagte Clinton weiter. „Das ist tragisch, aber auch sehr gefährlich.“

Nach Paketbomben-Serie: Trump sieht keinen Anlass, seine Rhetorik zu ändern

08.28 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Versand von Briefbomben an mehrere seiner Kritiker als "Terrorakte" verurteilt. Der Täter müsse "mit der ganzen Härte des Gesetzes" bestraft werden, sagte Trump am Freitag bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat North Carolina. "Politische Gewalt darf in Amerika niemals geduldet werden und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um sie zu stoppen."

Den Vorwurf, er könne den Verdächtigen durch seine aggressive Rhetorik zu den Taten motiviert haben, wies Trump derweil zurück. Ihn treffe keine Schuld, auch wenn der Mann offenbar ein Unterstützter seiner Politik sei, sagte der US-Präsident vor seinem Abflug nach North Carolina in Washington.

Trump sieht trotz der Briefbombenserie keinen Anlass dafür, etwas an seiner Rhetorik zu ändern. Er habe seinen Ton bereits abgemildert, sagte er am Freitag auf eine Frage einer Journalistin. Wenn überhaupt, habe er einen Grund dazu, seine Rhetorik noch zu verschärfen, weil die Medien ihn und die Republikaner unfair behandelten.

Trump verurteilte die Taten am Freitag zwar mehrfach, die Namen der Betroffenen erwähnte er dabei allerdings nicht.

Briefbomben in den USA: Verdächtiger ist offenbar fanatischer Trump-Anhänger

08.25 Uhr: Noch ist nicht allzu viel über den Mann aus Florida bekannt, der die mindestens 14 Rohrbomben an prominente Kritiker von Donald Trump verschickt haben soll. Doch diverse Indizien deuten darauf hin, dass der am Freitag festgenommene Cesar Altieri Sayoc ein fanatischer Anhänger des US-Präsidenten ist. Auf Konten in den Onlinenetzwerken, die offenbar von dem 56-Jährigen stammen, wird Trump gepriesen und gegen dessen politische Gegner agitiert.

Cesar S. wurde in Florida festgenommen

Die Ermittlungsbehörden wollten sich kurz nach der Festnahme noch nicht zu den Motiven des mutmaßlichen Attentäters äußern. Dafür sei es "zu früh", sagte der Chef der Bundespolizei FBI, Christopher Wray. Rechtsgerichtete Verschwörungstheoretiker hatten in den vergangenen Tagen angezweifelt, dass der Briefbomber ein Trump-Unterstützer sei - obwohl dies die Liste der Adressaten der Sprengsätze bereits nahelegte.

Stattdessen witterten sie ein vermeintliches Komplott linker Fanatiker mit dem Ziel, dem rechten Lager die Schuld an dem Bombenalarm zuzuweisen und so den Republikanern bei den bevorstehenden Kongresswahlen zu schaden. Diese wilden Spekulationen passen aber ganz und gar nicht zum Profil des nun festgenommenen Mannes, wie es sich aus den ersten Indizien ergibt.

Briefbomben an Trumpgegner versandt - mutmaßlicher Täter festgenommen: Die News von Freitag, 26. Oktober

21.00 Uhr: Nach der Festnahme im Fall der Briefbombenserie in den USA ist der Verdächtige angeklagt worden. Das sagte US-Justizminister Jeff Sessions am Freitag bei einer Pressekonferenz. Der Verdächtige muss sich demnach unter anderem wegen des illegalen Versands von Sprengstoff sowie Drohungen gegen frühere Präsidenten verantworten. Insgesamt gab es fünf Anklagepunkte. Sollte er für schuldig befunden werden, drohen ihm den Angaben zufolge 58 Jahre im Gefängnis.

FBI-Chef Christopher Wray bestätigte bei der Pressekonferenz, dass es sich bei dem Festgenommenen um Cesar S. handelt. 

Hintergründe zur Festnahme

Außerdem sind laut Bild-Zeitung die Hintergründe zur Festnahme bekannt geworden. In Florida sei Cesar S. auf dem Parkplatz eines Geschäfts für Autoersatzteile mit einem Teil der Päckchen überführt worden. 

FBI-Beamte stürmen den Kleinbus des Verdächtigen

Auf dessen weißem Kleinbus wären mehrere Aufkleber mit den Porträts von Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence angebracht gewesen. Ein anderer Aufkleber: „CNN ist zum Kotzen.“

19.20: Der Absender mehrerer Briefbomben in den USA handelte nach Einschätzung von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo wohl allein. Das sagte Cuomo dem TV-Sender MSNBC nach Festnahme eines Verdächtigen in der Nähe von Miami am Freitag. „Eine Einzelperson kann eine Gesellschaft vergleichsweise leicht stören“, sagte Cuomo. Anleitungen zum Bau von Bomben gebe es im Internet und auch die benötigten Sprengstoffe seien recht leicht zu beschaffen.

Andrew Cuomo geht von einem Einzeltäter aus

Die Bomben seien keine Fälschungen, sie seien aber auch nicht „besonders anspruchsvoll“ gebaut, sagte Cuomo. Es sei unklar, ob bei dem Versand von mindestens zwölf verdächtigen Päckchen seit Montag absichtlich niemand verletzt wurde oder ob hier ein Amateur zugange war. „Ich wäre nicht überrascht, wenn es weitere Päckchen gibt“, sagte Cuomo. Die Ermittlungen seien „sehr schwierig“ gewesen. Die Postdienste müssten Sendungen künftig genauer durchleuchten.

Den Täter bezeichnete Cuomo als „Symptom, nicht die Krankheit“ und als „Verletzung am Körper, nicht das Virus“. An der Stimmung in den USA und der gespaltenen Gesellschaft seien politische Führer samt Präsident Donald Trump schuld, aber auch die Amerikaner selbst. „Wenn wir diesen Politikwahn, diese Glut, den Groll oder Hass nicht stoppen, werden wir ihn wieder erleben.“ Die Amerikaner hätten gelernt, sensibler mit sexuellen Übergriffen und Rassismus umzugehen, dasselbe müsse nun auf politischer Ebene geschehen.

18.52 Uhr: Nach der Festnahme eines Verdächtigen im Fall der Briefbombenserie in den USA hat Präsident Donald Trump die Taten scharf verurteilt. „Diese terrorisierenden Handlungen sind verachtenswert und haben keinen Platz in unserem Land“, sagte Trump am Freitag bei einem Auftritt im Weißen Haus in Washington. Man dürfe niemals zulassen, dass politische Gewalt in den USA Wurzeln schlage. Der Republikaner erklärte, der oder die Täter würden zur Rechenschaft gezogen werden.

Der Fall der mutmaßlichen Briefbomben hatte mit großer Wucht den Wahlkampf in den USA vor den bevorstehenden Kongresswahlen beeinflusst. Trump deutete Zweifel an der Echtheit der Bomben an. Er sprach in einem Tweet am Freitag von „dem Bomben-Zeug“, das seinen Wahlkampf negativ beeinflusse. Die Entwicklungen seinen „unglücklich“ für ihn. Indirekt hatte er die Medien und ihre kritische Berichterstattung mitverantwortlich gemacht für die Straftaten.

17.08 Uhr: Bei den Fahndungen nach dem Absender der mutmaßlichen Briefbomben in den USA hat es eine erste Festnahme gegeben. Das teilte am Freitag das Justizministerium in Washington mit. Weitere Angaben machte es zunächst nicht. Für 20.30 Uhr MESZ wurde eine Pressekonferenz angekündigt.

Nach Briefbomben an Trump-Kritiker: CNN verkündet erste Festnahme.

Nach Berichten von US-Medien erfolgte der Zugriff auf den Tatverdächtigen oder die Tatverdächtige im Bundesstaat Florida. Die verdächtigen Briefe hatten als falschen Absender den Namen der oppositionellen Kongressabgeordneten Debbie Wasserman Schultz aus Florida getragen.

16.34 Uhr: Jetzt ist es offiziell: In den USA sind am Freitag erneut zwei verdächtige Pakete an Trump-Gegner abgefangen worden. Sie waren an Oppositionspolitiker adressiert. Eines der Pakete sei auf dem Weg zum demokratischen Senator Cory Booker gewesen und in Florida abgefangen worden, teilte die Bundespolizei FBI am Freitag mit. Booker wird als möglicher Gegenkandidat von Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020 gehandelt.

Weitere verdächtige Pakete an Trump-Gegner

15.23 Uhr: In den USA ist eine weitere mutmaßliche Briefbombe aufgetaucht, die an einen prominenten Kritiker von Präsident Donald Trump adressiert war. Wie die Bundespolizei FBI am Freitag mitteilte, war die verdächtige Postsendung an den Senator Cory Booker von den oppositionellen Demokraten gerichtet. Sie sei im Bundesstaat Florida entdeckt worden und sehe ähnlich aus wie die vorherigen verdächtigen Briefe.

Damit sind nun inzwischen elf der potenziell gefährlichen Sendungen entdeckt worden. Die vorherigen mutmaßlichen Sprengsätze waren unter anderen an den früheren Präsidenten Barack Obama, Ex-Vizepräsident Joe Biden, die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, den CNN-Experten und früheren Geheimdienstchef John Brennan und Hollywoodstar Robert de Niro gerichtet.

9.43 Uhr: Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben in den USA hat Ex-Vizepräsident Joe Biden zu mehr Sachlichkeit in de politischen Debatte ermahnt. „Ich hoffe und bete, dass all unsere Führungspersönlichkeiten daran arbeiten, unseren öffentlichen Dialog weniger hitzig zu führen“, sagte Biden, an den auch ein Päckchen mit Sprengsatz verschickt wurde, am Donnerstag bei einem Vortrag an der State University von New York in Buffalo, wie der Sender NBC berichtete.

Ermittler haben mittlerweile ein Postverteilzentrum im US-Staat Florida durchsucht.

6.51 Uhr: Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben an bekannte Demokraten und Kritiker von Präsident Donald Trump in den USA läuft die Fahndung nach dem Absender auf Hochtouren. Die Untersuchung der Pakete und die Fahndung nach dem Absender dauere an, sagte der stellvertretende FBI-Direktor William Sweeney bei einer Pressekonferenz in New York. Einzelheiten wollte er zunächst nicht nennen. Einige der Pakete waren per Post geliefert, andere persönlich zugestellt worden. In den vergangenen Stunden sei zunächst kein neues verdächtiges Paket gefunden worden, sagte ein Vertreter des amerikanischen Postdiensts USPS am Donnerstagabend (Ortszeit).

Weiter unklar war, welchen Schaden die Sprengsätze bei einer Explosion hätten anrichten können. FBI und Polizei erklärten, dass es sich „offensichtlich um Rohrbomben“ handle. Mindestens eine Bombe bestand Berichten zufolge aus einem mit Schwarzpulver und Glassplittern gefüllten PVC-Rohr, das auch mit einem Zünder verbunden war. US-Medien berichteten übereinstimmend von Rohrbomben. Eine endgültige Klärung der Behörden, ob unter den Sendungen auch Attrappen waren, gab es nicht.

News vom 25. Oktober: Insgesamt acht Rohrbomben an prominente Trump-Kritiker adressiert

16.48 Uhr: Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben an Prominente aus dem linken Lager haben Ermittler in den USA auch verdächtige Päckchen an Ex-Vizepräsident Joe Biden und Schauspieler Robert De Niro entdeckt. Die Päckchen glichen denen, die an den früheren Präsidenten Barack Obama und die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verschickt wurden, berichtete NBC unter Berufung auf Strafverfolger. Insgesamt stieg die Zahl der seit Montag adressierten Prominenten damit auf acht. Verletzt wurde niemand.

14.21 Uhr: Nach der Serie von Briefbomben hat US-Präsident Donald Trump den Medien vorgeworfen, "Wut" im Land zu schüren. "Ein sehr großer Teil der Wut, die wir heute in unserer Gesellschaft beobachten, wird verursacht durch absichtlich falsche und ungenaue Berichterstattung der Mainstream-Medien, die ich als Fake News bezeichne", schrieb Trump am Donnerstag im US-Kurzbotschaftendienst Twitter. "Es ist so schlimm und hasserfüllt geworden, dass es dafür keine Beschreibung gibt."

USA: Offenbar auch Robert de Niro von Briefbombe betroffen

13.18 Uhr: Die US-Polizei untersucht ein verdächtiges, an den Hollywood-Schauspieler Robert De Niro adressiertes Päckchen. Ein Mitarbeiter von De Niros Produktionsfirma entdeckte das Päckchen am Donnerstag gegen 05.00 Uhr (Ortszeit, 11.00 Uhr MESZ) und alarmierte die Polizei, wie ein Sprecher der Sicherheitsbehörden in New York sagte. Ein Kommando zur Bombenentschärfung habe das Päckchen gesichert und für weitere Untersuchungen mitgenommen.

Zuerst hatte der Sender CNN über den Polizeieinsatz wegen eines verdächtigen Pakets bei De Niros Produktionsfirma im New Yorker Stadtteil Tribeca berichtet. Zum Zeitpunkt des Vorfalls sei niemand zu Hause gewesen, berichtete der Sender NBC unter Berufung auf die Polizei. Laut NBC befindet sich in demselben Gebäude in New York, in dem de Niro wohnt, auch ein Restaurant im Besitz des Schauspielers. Die New Yorker Polizei bestätigte auf Twitter, dass sie im Stadtteil Manhattan wegen eines verdächtigen Pakets ermittle. Auch der Schauspieler ist ein erklärter Gegner Trumps. Im US-Präsidentschaftswahlkampf hatte DeNiro Trump als „dumm“ bezeichnet.

An sie waren die Paketbomben adressiert (von oben links): Barack Obama, Hillary Clinton, George Soros, die demokratische Abgeordnete Debbie Wasserman Schultz, Ex-CIA-Direktor John Brennan und die Abgeordnete Maxine Waters. 

Sprengsätze an Trump-Kritiker schockieren USA - New-Ticker

10.50 Uhr: Zwei Wochen vor den US-Kongresswahlen haben an prominente Kritiker von Präsident Donald Trump geschickte Sprengsätze das Land schockiert. Postsendungen mit Rohrbomben wurden unter anderem an den demokratischen Ex-Präsidenten Barack Obama, an die frühere Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und an den Nachrichtensender CNN adressiert. Trump sprach zwar von "abscheulichen Taten" und rief die USA zur Geschlossenheit auf - zugleich übte er erneut scharfe Kritik an Medien.

Mindestens sieben Postsendungen mit Sprengsätzen konnten abgefangen werden, wie die Behörden mitteilten. Sie gingen an Obama, Clinton, CNN, Obamas früheren Justizminister Eric Holder sowie an die Abgeordnete Maxine Waters, die gleich mehrere Päckchen erhielt. Holder und Waters sind prominente Demokraten und Afroamerikaner.

06.20 Uhr: Nach dem Versand mehrerer Rohrbomben an Kritiker von Donald Trump hat der US-Präsident zu mehr Anstand in der politischen Debatte aufgerufen und die Mitverantwortung der Medien betont. „Diejenigen, die sich in der politischen Arena befinden, müssen damit aufhören, politische Gegner als moralisch fehlerbehaftet zu behandeln“, sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Wisconsin. Trump tut sich allerdings selbst regelmäßig mit heftigen Attacken auf die oppositionellen Demokraten und andere Kritiker hervor, vergreift sich dabei häufig im Ton oder wird gar beleidigend. Zuletzt bezeichnete er die Demokraten mehrfach als „Kriminelle“ und „Mob“.

Der Präsident erklärte vor seinen Anhängern in der Stadt Mosinee weiter: „Wir sollten Menschen im öffentlichen Raum nicht anpöbeln oder öffentliches Eigentum zerstören.“ Zudem nahm er Journalisten in die Pflicht. Die Medien müssten "die endlose Feindseligkeit" und die "oft falschen Attacken und Geschichten" beenden, sagte Trump am Mittwoch bei einer Wahlkampfveranstaltung in Mosinee im US-Bundesstaat Wisconsin. Die Medien hätten eine "Verantwortung", einen gemäßigten Ton anzuschlagen.

Trump selbst hat ihm unliebsame Medien, die kritisch über ihn berichten, wiederholt als „Feinde des Volkes“ bezeichnet. Am vergangenen Donnerstag lobte er einen Kongressabgeordneten für dessen gewaltsamen Angriff auf einen Journalisten.

Lesen Sie auch: Nato-Großmanöver mit 50.000 Soldaten: Zwischenfälle bei „Trident Juncture“

Bomben waren offenbar für Trump-Kritiker bestimmt - Weißes Haus spricht von Terror

22.15: Die mutmaßliche Paketbomben-Serie war wahrscheinlich bewusst für sechs prominente Kritiker von US-Präsident Donald Trump bestimmt. Neben Ex-Präsident Barack Obama, dessen früherer Außenministerin Hillary Clinton und dem ehemaligen CIA-Direktor John Brennan sollten auch Ex-Justizminister Eric Holder und die demokratische Abgeordnete Maxine Waters Sprengsätze erhalten. Das berichteten US-Medien am Mittwoch unter Berufung auf Strafverfolger.

Die Pakete ähnelten der Briefbombe, die am Montag im Zuhause des Milliardärs und Philantropen George Soros gefunden wurde, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf die Polizei. Soros und und die fünf (ehemaligen) Politiker haben Trump für dessen Politik offen und teilweise heftig angegriffen.

Bei den Sprengsätzen handle es sich offensichtlich um einfache Rohrbomben, sagten FBI-Ermittler Bryan Paarmann und John Miller, Leiter der New Yorker Anti-Terror-Einheit.

Das Päckchen an Holder war einem NBC-Bericht zufolge falsch adressiert und landete stattdessen im Büro der demokratischen Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz, dessen Adresse als Absender angegeben war. Das Päckchen an die Abgeordnete Waters wurde in einer Poststelle in Maryland abgefangen. Das an Brennan adressierte Päckchen wurde an den TV-Sender CNN geschickt, wo Brennan regelmäßig als Kommentator auftritt.

Trump verurteilt die Paketbomben: „Wir müssen zusammenhalten“

20.59 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den Versand mehrerer mutmaßlicher Paketbomben an Politiker der Demokraten verurteilt und zu Zusammenhalt in der amerikanischen Gesellschaft aufgerufen. Politische Gewalt habe keinen Platz in den USA, sagte Trump am Mittwoch in Washington. „Wir müssen zusammenhalten“, betonte der Präsident, der sich selbst regelmäßig mit heftigen Attacken auf die oppositionellen Demokraten und deren Führungsfiguren hervortut. Kritiker werfen ihm vor, die Spaltung in der US-Gesellschaft dadurch weiter voranzutreiben.

Gouverneur Andrew Cuomo (links), der auch ein Paket erhielt, mit Bürgermeister Bill de Blasio (rechts).

„Wir sind extrem sauer, traurig und unglücklich über das, was wir heute Vormittag erlebt haben - und wir werden das gründlich aufklären“, versprach Trump. Die Urheber dieser „verabscheuungswürdigen Taten“ würden zur Rechenschaft gezogen. Die Pakete würden nun eingehend untersucht. Die Ermittlungen seien im Gange. Die Behörden täten alles Erdenkliche, um die Verantwortlichen aufzuspüren.

US-Präsident Donald Trump (hier mit First Lady Melania): „Wir sind extrem sauer, traurig und unglücklich über das, was wir heute Vormittag erlebt haben“

19.49 Uhr: Immer mehr spricht inzwischen für eine Bomben-Serie. Auch beim Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, soll ein verdächtiges Paket gefunden worden sein. Er gehört wie Obama und Clinton der Demokratischen Partei an.

Hillary Clinton bezeichnete in einer ersten Reaktion die mutmaßlichen Sprengsätze als Ausdruck der "beunruhigenden Zeiten", welche die USA durchmachten. Das Land sei durch "tiefe Spaltungen" geprägt. Es müsse jetzt alles getan werden, um die Menschen wieder zusammenzubringen, sagte die Ex-Präsidentschaftskandidatin.

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio spricht von einem Terrorakt

19.15 Uhr: Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets in New York hat Bürgermeister Bill de Blasio von einem Terrorakt gesprochen. Es sei eindeutig ein Terrorakt, der darauf abziele, die freie Presse und Politiker einzuschüchtern, sagte er am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in New York. Ziel einer solchen Aktion sei, die Gesellschaft zu terrorisieren. Blasio sprach von einem „sehr beunruhigenden Vorfall“. Die Situation sei aber unter Kontrolle, es sei zum jetzigen Zeitpunkt keine konkrete Gefahr für weitere Ziele in New York bekannt. Dennoch sei die Polizeipräsenz in der Stadt erhöht.

Die CNN-Redaktion wird nach dem Fund eines verdächtigen Pakets geräumt.

19.02 Uhr: Auch das Büro der demokratischen Senats-Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz in Florda musste anscheinend evakuiert werden, nachdem ein verdächtiges Paket gefunden wurde. Das berichtet der Miami Harald mit Verweis auf die Bestätigung des Vorfalls durch den Sheriff des Counties Broward.

Die Schriftstellerin Amy Siskind sieht ein Muster in den mutmaßlichen Anschlags-Zielen: Beim Philanthropen George Soros, den beiden ehemaligen Präsidenten Clinton und Obama, dem Fernsehsender CNN und der demokratischen Abgeordneten Debbie Wasserman Schultz handelt es sich um Kritiker des US-Präsidenten Donald Trump - und alle wurden durch Trump mehrmals öffentlich angegangen.

Bombendrohung: Ehemaliger CIA-Direktor John Brennan erhält ebenfalls verdächtiges Paket

17.38 Uhr: Das Paket an CNN war an den ehemaligen CIA-Direktor John Brennan adressiert, berichtet CNN soeben. Wir warten auf Bestätigung. Es soll gegen 9.00 Uhr am Morgen angenommen worden sein (Ortszeit). US-Präsident Donald Trump soll im Übrigen beständige Updates von seiner Sprecherin Sanders erhalten, will CNN erfahren haben.

John Brennan (links).

17.13 Uhr: Das Weiße Haus hat den Versand mehrerer potenzieller Sprengsätze scharf verurteilt und als „terrorisierenden“ Akt bezeichnet. „Diese terrorisierenden Handlungen sind verachtenswert und jeder, der dafür verantwortlich ist, wird mit allen Möglichkeiten des Gesetzes zur Verantwortung gezogen“, erklärte die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump, Sarah Sanders, am Mittwoch in Washington.

Auch in Chemnitz gibt es eine Bombendrohung:  Bombendrohung in Chemnitz - Moritzhof evakuiert

Sanders sagte, die US-Regierung verurteile die „versuchten gewaltsamen Attacken“ auf Obama, Clinton und andere. Der Secret Service und andere Behörden untersuchten die Vorfälle genau und unternähmen alles Notwendige, um jeden zu schützen, der von „diesen Feiglingen“ bedroht sei.

Auch Donald Trump und sein Vize-Präsident Mike Pence wenden sich bei Twitter deutlich gegen die mutmaßlichen Attacken. Trump teilte den Beitrag von Pence, der sich insbesondere für das schnelle Einschreiten von Secret Service, FBI und den lokalen Kräften bedankte. Er kommentierte den Tweet mit „ich stimme dem von tiefstem Herzen zu“.

16.51 Uhr: Wie die Sicherheitsbehörde Secret Service am Mittwoch mitteilte, wurden die beiden Pakete an Obama und Clinton von Beamten des Dienstes bei routinemäßigen Kontrollen abgefangen. Es habe kein Risiko bestanden, dass die Sendungen mit "potenziellen Sprengsätzen" ihre Adressaten hätten erreichen könnten. Beim CNN-Büro in New York ging das verdächtige Paket nach Angaben des Senders hingegen ein. Das im Time-Warner-Gebäude gelegene Büro sei evakuiert worden.

Lesen Sie hier alle Erkenntnisse, die wir bislang haben

Sprengsätze/Bomben an Barack Obama, Hillary und Bill Clinton - CNN-Büro in New York/USA evakuiert

16.50 Uhr: Das Weiße Haus verurteilte die "verabscheuenswerten" Taten gegen Obama und Clinton. Das Paket an Obama war laut Secret Service an dessen Washingtoner Haus adressiert, jenes an Clinton an deren Haus in Chappaqua, einem Vorort von New York.

16.34 Uhr: Ein großes Bürogebäude in New York, in dem unter anderem der US-Fernsehsender CNN seinen Sitz hat, ist nach dem Fund eines verdächtigen Pakets geräumt worden. Während einer laufenden Sendung am Mittwochvormittag (Ortszeit) war ein Sicherheitsalarm im Studio von CNN zu hören. Kurz darauf wurde das sogenannte Time-Warner-Center evakuiert. CNN berichtete, Hintergrund der Räumung sei der Fund eines verdächtigen Pakets. Die Polizei in New York rief bei Twitter dazu auf, die Gegend um das Gebäude zu meiden. Nähere Details wurden zunächst nicht bekannt.

16.30 Uhr: Wir berichten ab sofort im News-Ticker.

New York/USA: Pakete mit mutmaßlichen Sprengsätzen an Obama, Clinton und CNN

New York - Am US-Wohnsitz des früheren US-Präsidenten Bill Clinton und dessen Frau Hillary ist laut Medienberichten ein verdächtiges Paket mit einem möglichen Sprengsatz gefunden worden. 

New York/USA: Jetzt auch bei Obama: Sprengsatz nicht nur bei den Clintons gefunden

Unterdessen wurde nun auch in der Post des anderen Ex-Präsidenten Barack Obama ein Sprengsatz gefunden. Die beiden Pakete fielen Angaben nach bei der routinemäßigen Kontrolle von Sendungen an Adressaten auf, für deren Schutz der Secret Service zuständig ist. Ihr Inhalt sei dabei als "potenzielle Sprengsätze" identifiziert worden. Inzwischen sei eine umfassende Untersuchung eingeleitet worden, um den Absender der Pakete zu ermitteln, hieß es weiter.

Das an Clintons Wohnsitz außerhalb von New York adressierte Paket sei bereits am Dienstagabend entdeckt worden. Am frühen Mittwochmorgen sei dann ein zweites verdächtiges Paket an Obama in Washington aufgetaucht.

Bombe auf Anwesen von Bill und Hillary Clinton: Zusammenhang mit Briefbombe bei Soros?

Am Dienstag, nur einen Tag zuvor, war beim Philantropen George Soros eine Briefbombe entdeckt worden. Ein Angestellter habe den Sprengsatz im Briefkasten von Soros' Anwesen in Bedford nördlich von New York entdeckt, berichteten die „New York Times“ und BBC am Dienstag unter Berufung auf die Polizei. Soros war nicht zuhause. Sprengstoffexperten hätten den Gegenstand dann explodieren lassen. Die US-Bundespolizei FBI bestätigte, dass sie rund um ein Wohnhaus in Bedford ermittele, wollte aber keine weiteren Angaben machen. Nach Angaben der Ermittler stehen beide Sprengsatzsendung im Zusammenhang, berichtet der Spiegel.

Barack Obama und Hillary Clinton.

Der 88-jährige in Ungarn geborene Holocaust-Überlebende Soros hat sich vor allem unter Rechtspopulisten weltweit viele Feinde gemacht. In Ungarn war er seit längerem Ziel scharfer Angriffe der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban. Dieser beschuldigt ihn unter anderem, die „Masseneinwanderung“ von Muslimen nach Europa zu organisieren. Soros' Stiftung zog deshalb Anfang Oktober von Ungarn nach Berlin um.

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Trumps Ex-Anwalt Cohen muss ins Gefängnis
Jahrelang vertraute US-Präsident Trump seinem Anwalt Cohen. Der beichtete eine ganze Latte an Straftaten, und Trump sieht dabei gar nicht gut aus. Nun muss Cohen hinter …
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