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Frankreich-Präsident Emmanuel Macron: Alle Infos zu seiner Frau Brigitte Macron

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Brigitte und Emmanuel Macron
Brigitte und Emmanuel Macron © Daniel Pier / IMAGO

Die Gattin von Frankreichs Staatspräsidenten Emmanuel Macron sorgt aufgrund ihres Lebenslaufs schon seit Jahren für Schlagzeilen. Wissenswertes über Brigitte Macron.

Paris – Die am 13. April 1953 in Amiens geborene Brigitte Macron kann auf einen aufregenden Lebenslauf zurückblicken: Pressesprecherin, Lehrerin von Frankreichs späteren Staatspräsidenten Emmanuel Macron, seine heimliche Geliebte und seit den Wahlen im Jahr 2017 auch Frankreichs Première dame. Sie ist Mutter dreier Kinder: Sébastien (*1975), Laurence (*1977) sowie Tiphaine (*1984). Die Spitznamen von Brigitte und Emmanuel Macron in der gehobenen Pariser Gesellschaft lauten: „Bibi“ und „Manu“.

Brigitte Macron – ihre Familie

Als jüngstes von sechs Kindern wuchs Brigitte Macron Tochter von Simone (geborene Pujol; 1910–1998) und Jean Trogneux (1909–1994) in einer wohlhabenden Familie in der nordfranzösischen Stadt Amiens auf. Der Reichtum der Familie Trogneux hatte ihren Ursprung im Familienbetrieb, einer traditionsreichen Schokoladenproduktion mit mehreren Filialen. Für eine Karriere in der Schokoladendynastie interessierte sich die Gattin des späteren französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron allerdings nie. Stattdessen entschied sie sich für ein Studium der Philosophie. Anschließend arbeite sie mehrere Jahre als Pressesprecherin einer Regional- und Handelskammer. Zu dieser Zeit war sie in erster Ehe bereits mit André Louis Auzière, damaliger Direktor der Banque Française du Commerce Extérieur, verheiratet, mit dem sie einen Sohn und zwei Töchter bekam. Während dieser Ehe lebte die Familie Auzière in Truchtersheim im Elsass, einer Gemeinde mit etwa 2000 Einwohnern. Dort kam sie, die einen Magister in Philosophie hat, erstmals in Kontakt mit der Politik: 1989 kandidierte sie bei der Kommunalwahl, um dafür zu sorgen, dass der Bürgermeister, der bereits seit 24 Jahren regierte, abgesetzt würde. Sie und ihre Mitstreiter scheiterten allerdings.

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Brigitte Macron – ihr beruflicher und privater Werdegang

Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter wechselte Brigitte Macron, nachdem sie eine Zeit lang Pressesprecherin der Regional- und Handelskammer von Pas-de-Calais war, den Beruf und wurde Lehrerin für Französisch und Latein am Jesuitengymnasium in ihrer Heimatstadt. Das war ein Schritt, der ihr Leben für immer verändern und bis heute für Schlagzeilen sorgen sollte. Dort lernte die damals 40-jährige Lehrerin nämlich den damals 15-jährigen Schüler Emmanuel Macron, einen Klassenkameraden ihrer Tochter Laurence, in der schuleigenen Theatergruppe kennen. Trotz des Altersunterschiedes funkte es zwischen Lehrerin und Schüler, doch um einen Skandal zu vermeiden, wechselte Emmanuel Macron an eine Eliteschule nach Paris. Bevor er ging, prophezeite er Brigitte, er würde zurückkommen und sie heiraten. Wenige Jahre später sollte haargenau das passieren: Brigitte ließ sich von ihrem ersten Mann scheiden und gab Emmanuel Macron am 20. Oktober 2007 das Ja-Wort. Acht Jahre später beendete sie ihren beruflichen Lebensweg als Lehrerin, um Emmanuel Macron in seiner politischen Laufbahn zu unterstützen. Seit dem Wahlsieg ihres Mannes im Mai 2017 fungierte Brigitte Macron als seine Beraterin und kümmerte sich um diverse repräsentative und karitative Projekte. Wird sie heute auf den Altersunterschied von 25 Jahren angesprochen, bekommen Journalisten oft eine Antwort mit Augenzwinkern: „Diesen Altersunterschied merken wir bestenfalls, wenn wir gemeinsam frühstücken – ich mit meinen Falten, er mit seiner Frische.“

Brigitte Macron – ihr Kampf gegen Gerüchte

Ende des Jahres 2021 leitete Brigitte Macron ein Gerichtsverfahren wegen Verbreitung der in Social Media verbreiteten Behauptungen ein, sie sei eine Transgender-Frau, die als Jean-Michel Trogneux geboren wurde. Verschwörungstheoretiker hatten diese Behauptung immer wieder in den Raum gestellt, nachdem ein rechtsextremes Medium im Herbst entsprechende Gerüchte veröffentlicht hatte. Die Behauptungen kamen auf, als ihr Ehemann Emmanuel Macron begann, sich auf die Wahlen im Jahr 2022 vorzubereiten.

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