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Die Mädchen wurden Mitte April verschleppt.

"Bring back our Girls"

Entführte Schülerinnen in Nigeria: Durchbruch?

Abuja - Rund fünf Monate nach der Entführung von über 200 Mädchen aus einer Schule in Nordnigeria könnte ein Durchbruch bei den Verhandlungen über ihre Freilassung bevorstehen.

Lokale Medien berichteten am Montag, Vertreter der islamistischen Miliz Boko Haram hätten sich bei geheimen Gesprächen mit einer Delegation der Regierung auf einen möglichen Austausch geeinigt. Demnach könnte die Gruppe alle 219 Geiseln freilassen, wenn die Behörden in Abuja im Gegenzug 18 hochrangige Boko-Haram-Mitglieder aus der Haft entlassen.

Jedoch müssten anscheinend sowohl die Anführer der Miliz als auch Präsident Goodluck Jonathan dem Vorschlag noch zustimmen, berichtete die Zeitung „Nation“. Die Islamisten hätten die Regierung erneut davor gewarnt, die Mädchen gewaltsam zu befreien. Dies könnte Tote zur Folge haben, hieß es.

Die Jugendlichen waren Mitte April aus einer Schule in dem Ort Chibok verschleppt worden. Trotz intensiver Suche auch mit internationaler Hilfe fehlt von ihnen bisher jede Spur. Die Tat sorgte weltweit für Empörung. Zahlreiche Prominente beteiligten sich an eine Internetkampagne mit dem Titel #BringBackOurGirls (Bringt unsere Mädchen zurück).

dpa

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