Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus würde gerne früher einen CDU-Vorsitzenden küren. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa
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Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus würde gerne früher einen CDU-Vorsitzenden küren. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Gegen mögliche Kampfkandidatur

Brinkhaus zu CDU-Vorsitz: Lösung vor Parteitag das Beste

Die SPD hat bereits Olaf Scholz als Kanzlerkandidaten ins Rennen geschickt. Die CDU hingegen hat noch nicht mal einen neuen Chef. Ralph Brinkhaus versucht nun ein enges Rennen zu verhindern.

Berlin (dpa) - Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat sich kritisch zu einer möglichen Kampfkandidatur im Ringen um den CDU-Vorsitz geäußert.

"Ich fände es gut, wenn die Kandidaten miteinander sprechen und einen gemeinsamen Weg finden", sagte Brinkhaus dem "Handelsblatt". "Eine einvernehmliche Lösung vor dem Parteitag im Dezember wäre das Beste."

Angesichts der Corona-Pandemie warnte Brinkhaus vor einem langen innerparteilichen Machtkampf. "Jetzt drei Monate Vorwahlkampf führen und dann 270 Tage richtigen Wahlkampf, wer will das schon angesichts der schwierigen Lage in Deutschland?"

Anfang Dezember soll bei einem Parteitag in Stuttgart der neue CDU-Vorsitz gewählt werden. Als Kandidaten mit den besten Aussichten gelten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der Wirtschaftsexperte Friedrich Merz und der Außenexperte Norbert Röttgen. In der CDU gibt es Befürchtungen, dass die Partei bei einem knappen Ausgang der Wahl zwischen Laschet und Merz gespalten in das Superwahljahr 2021 mit mehreren Landtags- und der Bundestagswahl gehen könnte.

© dpa-infocom, dpa:200821-99-248409/3

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