+
Die Schrittlänge der britischen Armee wird für Frauen verkürzt.

Nach Klagen in der Armee

Britische Soldatinnen dürfen kürzer treten

London - Eine kuriose Änderung gibt es in der britischen Armee. Weibliche Soldaten haben die Schrittlänge beim Marschieren beklagt und bekamen vor Gericht Recht.

Nach Klagen von Soldatinnen hat die britische Armee die Schrittlänge für weibliche Armeeangehörige beim Marschieren verkürzt. Sie erwartet von den Soldatinnen nun keine Schritte mehr, die länger als 69 Zentimeter sind. Der Änderung der Richtlinien war eine fünf Jahre lange gerichtliche Auseinandersetzung vorausgegangen.

Für körperliche Probleme, die sie in der Rekruten-Ausbildung durch das Mithalten mit ihren männlichen Kollegen erlitten hatten, müssen die Soldatinnen jetzt entschädigt werden. Einen entsprechenden Bericht der „Mail on Sunday“ bestätigte das Verteidigungsministerium in London am Sonntag.

Die Frauen hatten auf Entschädigung geklagt, weil sie ihre Schrittlänge auf bis zu 76 Zentimeter hochschrauben mussten, um mit ihren männlichen Kollegen beim Marschieren in Reih und Glied mithalten zu können. Das habe zu Schädigungen im Rücken und im Becken geführt.

Das Ministerium hatte den Damen nach Angaben von einem ihrer Anwälte unter anderem vorgeworfen, bei der Schilderung der Symptome zu übertreiben. In einem offiziellen Statement gab sich das Ministerium zugeknöpft: „Wo wir rechtlich zur Zahlung von Entschädigung verpflichtet sind, zahlen wir diese“, hieß es.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Der Linken-Abgeordnete Hunko war schon beim Referendum in der Türkei Wahlbeobachter. Anschließend geriet er in die Kritik der Regierung. Nun wollte er für die OSZE …
Türkei verweigert deutschem Wahlbeobachter die Einreise
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
Die Telekom-Tochter T-Systems, die sich um Großkunden kümmert, will bis 2021 rund 6000 Arbeitsplätze in Deutschland streichen.
Telekom Tochter will in Deutschland 6000 Stellen streichen
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien
Theo Waigel ist Ehrenvorsitzender der CSU. In seinem Gastbeitrag für den Münchner Merkur warnt er vor einer Trennung der Schwesternparteien CDU und CSU.
„Blind und töricht“: CSU-Mann Waigel warnt vor Trennung der Unionsparteien
CDU-Arbeitnehmerflügel droht CSU mit Bayern-CDU
Angesichts der anhaltenden unionsinternen Streitereien hat der CDU-Arbeitnehmerflügel der CSU mit Gründung einer Bayern-CDU gedroht.
CDU-Arbeitnehmerflügel droht CSU mit Bayern-CDU

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.