+
Einwanderern, die ohne Aufenthaltserlaubnis in Großbritannien arbeiten, drohen künftig Gefängnisstrafen von bis zu sechs Monaten. Foto: British Home Office/ Handout

Briten setzen harten Kurs gegen Zuwanderer fort

London (dpa) - Großbritannien will nach den Worten von Migrations-Staatssekretär James Brokenshire künftig mit noch härterer Hand illegale Zuwanderung bekämpfen.

Einwanderern, die ohne Aufenthaltserlaubnis in Großbritannien arbeiten, drohen künftig Gefängnisstrafen von bis zu sechs Monaten, heißt es in einem Gesetzentwurf, der heute vorgestellt werden sollte. Für welche Vergehen genau diese Strafen verhängt werden sollen, wurde zunächst nicht bekannt.

"Wenn ihr illegal hier seid, dann werden wir Euch daran hindern, zu arbeiten, eine Wohnung zu mieten, ein Bankkonto zu eröffnen und ein Auto zu fahren", sagte Brokenshire. Arbeitgebern, die illegale Zuwanderer beschäftigen, drohte er mit Schließung ihrer Läden.

Für die konservative Regierung von Premierminister David Cameron ist Migration ein heißes politisches Eisen. Cameron hat versprochen, die Zuwanderung einzudämmen und damit versucht, auch der rechtspopulistischen UKIP Wähler abzuringen. Zunächst richtete er den Fokus auf EU-Zuwanderer, inzwischen auf illegale Migranten.

Wenn am Donnerstag die neuesten Migrationszahlen des britischen Statistikamtes bekanntgegeben werden, könnte statt eines angepeilten Rückganges der Rekordwert aus dem Jahr 2005 von netto 320 000 Zuwanderern übersprungen werden.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Barcelona-Anschlag: Tierbilder fluten Twitter - aus bestimmtem Grund
Die katalanische Metropole Barcelona wird vom Terror erschüttert. Hunderte Twitter-User wollen sich der Angst aber nicht beugen - und posten Tierbilder.
Barcelona-Anschlag: Tierbilder fluten Twitter - aus bestimmtem Grund
„Werden uns Terror nicht beugen“: Reaktionen auf Barcelona-Anschlag
Bei einem Terroranschlag in Barcelona sollen mehrere Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden sein. Über Twitter bekunden Politiker, Sportler und Prominente ihr …
„Werden uns Terror nicht beugen“: Reaktionen auf Barcelona-Anschlag
Kommentar: Wahlkampf an der Grenze
Sind Deutschlands Grenzen unschützbar? Das behauptet nicht mal mehr die Kanzlerin. Nur die Grünen kämpfen unverdrossen weiter für offene Grenzen. Ein Kommentar von …
Kommentar: Wahlkampf an der Grenze
SPD zeigt Teil zwei ihrer Wahlkampagne
Gut fünf Wochen noch bis zur Wahl. Die SPD ist in einer unbequemen Lage. Mit Schulz-Plakaten und einem Gute-Laune-Gerechtigkeits-Spot will die Partei nun punkten - und …
SPD zeigt Teil zwei ihrer Wahlkampagne

Kommentare