+
Theresa May und Donald Trump

US-Präsident trifft unter anderem die Queen

Britische Opposition: Einladung an Trump ein „furchtbarer Fehler“

London - Die Labour-Opposition im britischen Parlament hat die Einladung an den neuen US-Präsidenten Donald Trump zu einem Staatsbesuch als verfrüht und einen „furchtbaren Fehler“ kritisiert.

Dahinter stehe der „verzweifelte“ Wunsch der konservativen Regierung unter Premierministerin Theresa May, angesichts des geplanten EU-Austritts ein exklusives Handelsabkommen mit den USA abzuschließen. Der Labour-Abgeordnete Paul Flynn sagte am Montag zu der umstrittenen Einladung: „Das würde den Eindruck erwecken, das britische Parlament, das britische Volk, der britische Souverän würde das Handeln von Donald Trump befürworten.“

Zuvor hatten mehr als 1,8 Millionen Menschen eine Petition unterzeichnet, in der eine Herabstufung des geplanten Staatsbesuchs gefordert wird. Während der Debatte demonstrierten Hunderte Menschen vor dem Parlamentsgebäude gegen den geplanten Staatsbesuch.

Befürworter des Trump-Besuchs argumentierten, in der Vergangenheit seien immer wieder umstrittene Politiker zu Staatsbesuchen empfangen worden. Dazu gehört eine Prozession mit der Queen in der Kutsche auf der Paradestraße in London und ein Staatsbankett im Buckingham-Palast.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Merkel setzt sich durch: EU will Türkei-Hilfen kürzen
Für einen Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei gibt es im Kreis der EU-Staats- und Regierungschefs keine Mehrheit. Aber mit einer Forderung setzt die …
Merkel setzt sich durch: EU will Türkei-Hilfen kürzen
G7-Gipfel: Terror-Propaganda und Rückkehrer im Zentrum
Ischia (dpa) - Die Innenminister der G7-Gruppe westlicher Industriestaaten beraten heute auf der italienischen Insel Ischia über die Bedrohung durch Terroristen.
G7-Gipfel: Terror-Propaganda und Rückkehrer im Zentrum
Iran-Atomabkommen: EU-Gipfel fordert von USA Vertragstreue 
Einheitlich und geschlossen haben die Staats- und Regierungschefs der EU in einer Erklärung auf die jüngsten Äußerungen von Donald Trump reagiert. Der Tenor: Die USA …
Iran-Atomabkommen: EU-Gipfel fordert von USA Vertragstreue 
Merkel will weitere Milliarden für Flüchtlinge in der Türkei
In der Flüchtlingspolitik setzt die Europäische Union auf eine harte Linie: Die Routen übers Mittelmeer sollen dicht gemacht werden. Dazu braucht man Libyen - und den …
Merkel will weitere Milliarden für Flüchtlinge in der Türkei

Kommentare