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London will der EU ein neues Angebot machen. Doch auch das liegt weit unter den Forderungen der EU.

Angebot in Höhe von 40 Milliarden Euro

Britische Regierung signalisiert Entgegenkommen bei EU-Finanzverpflichtungen

Die Regierung in London hat bei den in den Brexit-Verhandlungen strittigen Finanzverpflichtungen Großbritanniens ein Entgegenkommen gegenüber der EU signalisiert. Doch dafür will London eine Gegenleistung.

London/Brüssel - Aus der Downing Street verlautete am Dienstag, Großbritannien sei im Rahmen einer abschließenden Brexit-Vereinbarung zu einem höheren Finanzangebot bereit. Eine konkrete Summe wurde nicht genannt. Nach britischen Medienberichten könnte die Regierung ihr Angebot auf etwa 40 Milliarden Euro verdoppeln.

"Unsere Position bleibt, dass nichts vereinbart ist, bis alles bei den Verhandlungen mit der EU vereinbart ist", erklärte ein Regierungsvertreter, der namentlich nicht genannt werden wollte, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

Die "Times" berichtete, Premierministerin Theresa May habe am Montag bei einem Treffen mit dem britischen Brexit-Minister David Davis und Außenminister Boris Johnson vereinbart, ihr Angebot für die britischen Finanzverpflichtungen zu erhöhen. Das Angebot soll sich demnach auf etwa 40 Milliarden Euro belaufen - und damit dennoch weit unter den EU-Forderungen von 60 Milliarden Euro liegen.

London fordert im Gegenzug ein „gutes“ Handelsabkommen

Nach Angaben des "Independent" fordert London von Brüssel im Gegenzug eine Garantie für ein "gutes" Abkommen zu den Handelsbeziehungen zwischen Großbritannien und der EU nach dem Brexit.

Die Gespräche zwischen der EU und London über den Brexit stecken fest, weil es noch keine Einigung zu zentralen Austrittsfragen und vor allem zu den Finanzverpflichtungen Großbritanniens gibt. Erst bei "ausreichenden Fortschritten" will die EU in die zweite Verhandlungsphase gehen. Dazu würden dann auch Gespräche über ein von London gewünschtes Handelsabkommen und eine mögliche Übergangsphase nach dem Brexit gehören.

afp

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