+
Ein undatiertes Foto von Al-Kaida-Chef Eiman al-Sawahiri, dem Bruder des Angeklagten.

Anklage wegen Terrorismus

Bruder von Al-Kaida-Chef muss vor Gericht

Kairo - Der Bruder von Al-Kaida-Chef Aiman al-Sawahiri muss sich in Ägypten wegen Terrorismusverdachts vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft habe entschieden, gegen Mohammed al-Sawahiri und 67 weitere Verdächtige Anklage wegen "Bildung einer mit Al-Kaida verbundenen terroristischen Vereinigung" zu erheben, berichteten amtliche Medien am Sonntag. Mohammed al-Sawahiri war im August vergangenen Jahres in einem Vorort von Kairo festgenommen worden. Der Vorwurf bei der Festnahme lautete auf Unterstützung des im Monat zuvor vom Militär abgesetzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi.

Seit dem Sturz Mursis gehen die ägyptischen Sicherheitskräfte mit großer Härte gegen Islamisten vor. Im Dezember wurde die Muslimbruderschaft, der auch Mursi entstammt, als Terrororganisation eingestuft und verboten. Praktisch die gesamte Führungsriege wurde inhaftiert. Ende März verurteilte ein Gericht dann mehr als 500 Mursi-Anhänger zum Tode. Auch der Ex-Präsident muss sich in mehreren Prozessen verantworten.

afp

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Trumps ehemaliger Chefstratege im Visier der Russland-Ermittler
Für Steve Bannon läuft es nicht so richtig gut. Einst als der „dunkle Lord“ hinter Trump gezeichnet, ist er inzwischen tief gefallen. Jetzt gerät er auch in der …
Trumps ehemaliger Chefstratege im Visier der Russland-Ermittler
Zunehmend gewaltbereite Salafistenszene in Berlin fest verankert
Eine Analyse des Landesverfassungsschutzes gibt Anlass zur Sorge: Seit 2011 hat sich die Berliner Salafistenszene nahezu verdreifacht. Jeder Dritte besitzt nur einen …
Zunehmend gewaltbereite Salafistenszene in Berlin fest verankert
Neue Runde im Katalonien-Streit
Für die Unabhängigkeitsgegner geht der katalanische Albtraum 2018 weiter. Aber auch die Separatisten stehen vor Herausforderungen. Bei der ersten Parlamentssitzung …
Neue Runde im Katalonien-Streit
Politik könnte Geldhahn zudrehen - Aber NPD erhält immer noch Steuergelder
Die NPD will die aktuelle demokratische Ordnung in Deutschland abschaffen, urteilte das Bundesverfassungsgericht Anfang 2017. Für ein Verbot sei die Partei aber zu …
Politik könnte Geldhahn zudrehen - Aber NPD erhält immer noch Steuergelder

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion