US-Comedy-Legende Jerry Lewis ist tot

US-Comedy-Legende Jerry Lewis ist tot
+
Rainer Brüderle bleibt bei seiner Haltung, sich nicht zu den Vorwürfen zu äußern.

Hilfe von Westerwelle

Brüderle schweigt zu Sexismus-Vorwürfen

Düsseldorf - Um Worte ist Brüderle normalerweise nicht verlegen - in eigener Sache aber offenbar schon. Sexismus-Vorwürfe? Da geht der Pfälzer auf Tauchstation. Parteichef Westerwelle fordert Solidarität.

Der designierte FDP-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Rainer Brüderle, schweigt weiter zu den gegen ihn erhobenen Sexismus-Vorwürfen. Beim Neujahrsempfang der nordrhein-westfälischen FDP in Düsseldorf erwähnte der Bundestagsfraktionschef die Affäre am Sonntag mit keinem Wort. Brüderle soll sich vor einem Jahr anzüglich gegenüber einer Journalistin geäußert haben.

Außenminister Guido Westerwelle forderte seine Partei zu Solidarität mit ihrem Frontmann auf. Für den Mann an der Spitze gebe es bei den politischen Konkurrenten und „in einigen Redaktionsstuben kein Pardon mehr“, sagte Westerwelle. „Umso wichtiger ist es, dass diejenigen, die sich kennen, Zerrbilder, die in Medien über Menschen verbreitet werden, nicht durchgehen lassen.“ Dies werde ein harter Wahlkampf und es werde nicht das letzte Mal sein, dass politische Gegner und Andersdenkende „ganz tief in den Schlamm greifen“.

Sie waren die Chefs der FDP

Sie waren die Chefs der FDP

Brüderle attackierte in seiner Rede vor allem SPD und Grüne. Die Grünen wollten als selbst ernannte Tugendwächter alles besser wissen und der Gesellschaft vorschreiben, kritisierte der FDP-Politiker. Dies gelte unter anderem für Themen wie Ernährung und Verkehrsmittel. Der rot-grüne Plan, bei Besserverdienenden mehr Steuern einzutreiben, führe zu einer neuen Überwachungsbürokratie. „Die wollen so eine Art grüne Steuer-Stasi entwickeln.“

Der FDP-Landesvorsitzende Christian Lindner forderte seine Partei auf, im Bundestagswahlkampf offensiv mit dem Vorwurf der Klientelpolitik umzugehen. Er interpretiere die Anwürfe inzwischen als Kompliment, dass die FDP die Partei sei, die sich um den Mittelstand kümmere, sagte Lindner. Die Freidemokraten müssten der Verteilungspolitik von SPD und Grünen ein klares Bekenntnis zur sozialen Marktwirtschaft entgegensetzen.

Lindner, der bei der Landtagswahl in NRW im vergangenen Jahr 8,6 Prozent für die FDP geholt hatte, warb für eine nüchterne Auseinandersetzung mit den Problemen des Landes. „Motto des FDP-Wahlkampfs sollte sein: Zur Sache.“

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver
Inmitten schwerer Spannungen mit Nordkorea starten die USA am Montag ihr jährliches gemeinsames Militärmanöver mit dem Verbündeten Südkorea.
Trotz angespannter Lage: USA und Südkorea beginnen gemeinsames Militärmanöver
Es wird einsam um ihn: Trumps verzweifelter Befreiungsschlag
Donald Trump scheint sich mehr und mehr zu isolieren. Der Abschied von Chefberater Stephen Bannon könnte der Anfang vom Ende für den US-Präsidenten sein. 
Es wird einsam um ihn: Trumps verzweifelter Befreiungsschlag
Italien verstärkt nach Anschlägen Schutz von Sehenswürdigkeiten
Nach den Anschlägen in Katalonien werden in Italien die Schutzmaßnahmen für Fußgängerzonen, Kunstschätze und berühmte Bauwerke verstärkt.
Italien verstärkt nach Anschlägen Schutz von Sehenswürdigkeiten
Seehofer: Obergrenze nicht ausdrücklich Koalitionsbedingung
Die Obergrenze für Flüchtlinge war ein Dauerbrenner der CSU. Parteichef Seehofer hatte sie sogar zur Bedingung für einen Koalitionsvertrag gemacht. Das sieht er nun zwar …
Seehofer: Obergrenze nicht ausdrücklich Koalitionsbedingung

Kommentare