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Das Europa-Parlament im elsässischen Straßburg.

Sprecher bestätigt

Brüssel-Terrorist jobbte im EU-Parlament

Brüssel/Straßburg - Die Reihe der Versäumnisse im Zusammenhang mit den Anschlägen in Brüssel reißt nicht ab: Wie sich jetzt herausstellt, hat einer der mutmaßlichen Attentäter einmal im Europaparlament gearbeitet.

Einer der Brüsseler Selbstmordattentäter hat vor einigen Jahren kurzzeitig für einen Putzdienst im Europaparlament gearbeitet. Er sei im Sommer 2009 und 2010 für jeweils einen Monat als Aushilfskraft in dem Parlamentsgebäude tätig gewesen, teilte das EU-Parlament am Mittwoch mit. Die Reinigungsfirma habe damals belegt, dass der Betreffende keine Vorstrafen aufgewiesen habe, hieß es weiter. 

Um welchen Verdächtigen es sich handele, teilte der Sprecher nicht mit, aus Ermittlungskreisen verlautete aber, dass es sich um Najim Laachraoui handele. Der 24-Jährige Belgier hatte sich vor zwei Wochen im Brüsseler Flughafen zusammen mit einem weiteren Attentäter in die Luft gesprengt und 16 Menschen mit in den Tod gerissen. Bei einem zweiten Selbstmordanschlag in einer U-Bahnstation wurden ebenfalls 16 Menschen getötet.

Laachraoui gilt als Bombenspezialist und war bereits seit den Pariser Anschlägen im Visier der Fahnder. Auf den Resten von Sprengstoffgürteln, die am 13. November vor dem Stade de France und in der Konzerthalle Bataclan detoniert waren, fand sich seine DNA.

Explosionen in Brüssel: Eine Stadt steht unter Schock

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Versinkt Europa im Terror?

dpa/aafp

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