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Die Kanzlerin, der US-Präsident und der „Killer“: Angela Merkel, Donald Trump und Jean-Claude Juncker beim G7-Gipfel in Kanada

„Alle Terroristen sind in Paris, Emmanuel“

„Brutaler Killer“ Juncker: Haarsträubende G7-Äußerungen von Trump durchgesickert

Schon Donald Trumps offizielle Verlautbarungen nach dem G7-Gipfel sorgten für Stirnrunzeln. Intern hat der US-Präsident offenbar noch ganz anders vom Leder gezogen.

Washington/New York - Nach dem Eklat beim G7-Gipfel in Kanada sind weitere irritierende Äußerungen von US-Präsident Donald Trump bekannt geworden. Wie das Wall Street Journal am Freitag unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtete, sagte Trump bei einem Gespräch über Einwanderung zu Japans Regierungschef Shinzo Abe: "Shinzo, du hast dieses Problem nicht, aber ich kann dir 25 Millionen Mexikaner schicken und du wirst sehr bald nicht mehr im Amt sein."

„Alle Terroristen in Paris“ - und ein „brutaler Killer“ als EU-Kommissions-Präsident 

Trumps Bemerkung habe im Raum für Irritationen gesorgt, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen EU-Vertreter. Später habe Trump dann über den Iran und Terrorismus geredet und zu Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gesagt: "Du müsstest darüber Bescheid wissen, Emmanuel, weil alle Terroristen in Paris sind."

Dem Bericht zufolge bezeichnete Trump zudem EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mehrfach als "brutalen Killer". Der US-Präsident bezog sich demnach auf milliardenschwere Kartell- und Steuerstrafen für US-Technologiekonzerne in der EU.

Trump hatte am Samstag vergangener Woche für einen Eklat beim Gipfeltreffen der G7-Staaten in Kanada gesorgt, als er die zuvor mühsam ausgehandelte Abschlusserklärung über Twitter wieder aufkündigte. Zur Begründung führte er an, dass Kanada weiter Gegenzölle auf die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium plant. Den kanadischen Regierungschef Justin Trudeau bezeichnete Trump deswegen als "sehr unehrlich und schwach". Ein Berater Trumps wünschte Trudeau gar einen „Platz in der Hölle“.

Mit Tätschelfoto gegen „Fake-News-Medien“

Am Freitag hatte Trump Berichte über ein Zerwürfnis mit den anderen Gipfelteilnehmern zurückgewiesen und den "Fake-News-Medien" vorgeworfen, nur die "schlechten" Fotos von dem Gipfel zu zeigen. Ein Foto, das der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert getwittert hatte, zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die anderen Staats- und Regierungschefs stehend an einen Verhandlungstisch, während ihnen Trump als einziger sitzend und mit verschränkten Armen gegenüber sitzt. Trump verbreitete bei Twitter nun mehrere andere Fotos von der Szene.

Lesen Sie auch: Auf den Geschmack gekommen? Trump will „wie Kim Jong Un behandelt werden“

AFP/fn

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