+
Die Waffenruhe ermöglichte das Anlaufen humanitärer Hilfslieferungen. Foto: Yahya Arhab

Saudi-Arabien bombardiert wieder Ziele im Jemen

Sanaa (dpa) - Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach Ablauf einer fünftägigen Feuerpause wieder Stellungen der Huthi-Rebellen im Jemen bombardiert. Die Feuerpause, die am Sonntagabend endete, wurde trotz der Appelle des UN-Sondergesandten Ismail Ould Cheikh Ahmed nicht verlängert.

Sie war über weite Strecken brüchig, weil die schiitischen Huthis ihre Bodenoperationen in den Städten Aden und Tais immer wieder vorantrieben. Die Luftangriffe waren während dieser Zeit gestoppt.

Ziele der neuen Luftangriffe waren vor allem die Aufständischen-Hochburg Saada im Norden des Landes sowie Huthi-Positionen in der umkämpften südlichen Hafenstadt Aden, berichteten örtliche Journalisten und Augenzeugen.

Im Jemen kämpfen die Huthis gegen Anhänger des nach Saudi-Arabien geflohenen Präsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi. Die saudische Koalition bombardiert seit Ende März die Huthis und ihre Verbündeten. Der von Riad angeführten Koalition gehören sunnitische Länder aus der Region an.

Die internationalen Hilfsorganisationen nutzten die Waffenruhe, um Güter für die unter Krieg und Bombardierungen leidende Bevölkerung auf den Weg zu bringen. Nach Angaben der UN wurden in den ersten vier Tagen Lebensmittel für 273 000 Menschen ins Land gebracht. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Kroatien soll Migranten über "grüne" Grenze abschieben
Zagreb (dpa) - Kroatiens Polizei schiebt nach Darstellung von Menschenrechtlern Flüchtlinge und andere Migranten auf illegale Weise über die "grüne" Grenze ins …
Kroatien soll Migranten über "grüne" Grenze abschieben
Zahl der Todesopfer nach Straßburg-Attentat steigt - Opfer erliegt Verletzungen
In Straßburg erschoss Chérif Chekatt mehrere Menschen, die Zahl der Opfer steigt weiter. Ein Mann erlag nun seinen Verletzungen. Der News-Ticker.
Zahl der Todesopfer nach Straßburg-Attentat steigt - Opfer erliegt Verletzungen
„Anne Will“: Darum fällt der ARD-Talk am Sonntagabend aus
Die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer und SPD-Mann Martin Schulz waren zuletzt bei Anne Will zu Gast. Am Sonntag, 16. Dezember, fällt der ARD-Talk aus.
„Anne Will“: Darum fällt der ARD-Talk am Sonntagabend aus
Neue Klimaschutz-Regeln stehen - Kritik von Umweltschützern
Das gefeierte Pariser Klimaabkommen war nur der Anfang. Die zähen Verhandlungen auf der UN-Klimakonferenz zeigen, wie mühsam der Kampf gegen die Erderwärmung bleibt. …
Neue Klimaschutz-Regeln stehen - Kritik von Umweltschützern

Kommentare