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Im Bürgerkrieg in Syrien sind nach Angaben der UN mehr als 100.000 Menschen gestorben.

Bürgerkrieg in Syrien: Mehr als 100.000 Tote

New York - Im seit mehr als zwei Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien sind nach Angaben von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon inzwischen mehr als 100.000 Menschen ums Leben gekommen.

Die Situation sei „entsetzlich“, sagte Ban am Donnerstag in New York. Bislang hatte die UN von „knapp 100.000 Toten“ in Syrien gesprochen. Menschenrechtsbeobachter hatten die Zahl der Opfer des Bürgerkriegs allerdings schon Ende Juni auf über 100.000 geschätzt.

UN-Generalsekretär Ban forderte die syrische Regierung und die Rebellen erneut auf, den blutigen Konflikt sofort zu beenden. Die anvisierte Friedenskonferenz in Genf müsse sobald wie möglich stattfinden. Gemeinsam mit dem Sondervermittler Lakhdar Brahimi werde er die Versammlung so schnell wie möglich einberufen. „Wir müssen das zu einem Ende bringen.“

Demnächst erwarte er zudem einen Bericht der UN-Abrüstungsbeauftragten Angela Kane und des Giftgasexperten Åke Sellström, die am Mittwoch in der syrischen Hauptstadt Damaskus eingetroffen waren, um das Terrain für künftige Chemiewaffen-Inspektionen zu sondieren. „Da sie jetzt gerade aus Syrien abreisen, werden wir den Bericht bald bekommen.“

Ban wollte am Donnerstag auch mit US-Außenminister John Kerry, der sich zu Gesprächen bei den Vereinten Nationen aufhielt, über das Thema reden. Kerry wollte am Abend zudem Vertreter der syrischen Opposition treffen. Am Freitag wollten sich einige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats ebenfalls mit den Vertretern der syrischen Opposition zusammensetzen.

dpa

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