Weltweiter Zusammenschluss

Bürgermeister fordern G-20 zur "Rettung des Planeten" auf

Nach dem Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen haben die Bürgermeister von dutzenden Städten weltweit die restlichen Vertreter der G-20-Staaten aufgerufen, zu ihren Zusagen zu stehen.

Paris - Die Entschlossenheit der anderen 19 Teilnehmer am G-20-Gipfel in Hamburg, "die Zukunft unseres Planeten zu retten", sei nun "wichtiger als je zuvor", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Netzwerks der "C40".

Die "C40" unter Führung der sozialistischen Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, erklärten sich von dem Mut von rund 300 US-Kollegen "inspiriert", die an dem Klimaabkommen festhalten wollten. Außer Hidalgo unterzeichneten die Stadtoberhäupter unter anderem von Washington, Berlin, Tokio, Karachi, Montreal, Rio de Janeiro, Kapstadt, Warschau und Seoul die Erklärung. Sie wurde am Montag im Internet sowie in zahlreichen Medien weltweit veröffentlicht.

Das von fast 200 Staaten unterzeichnete Pariser Abkommen ist ein Meilenstein im Bemühen für den weltweiten Klimaschutz. Kern des Abkommens ist das Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

US-Präsident Donald Trump hatte Anfang Juni den Ausstieg seines Landes aus dem Klimaabkommen erklärt. Er begründete seinen Schritt damit, dass die Pariser Vereinbarung einseitig zu Lasten seines Landes gehe und zum Verlust von Arbeitsplätzen führe.

In ihrem Appell an den G-20-Gipfel vom 7. und 8. Juli in Hamburg erklärten die Bürgermeister der "C40" weiter, im Namen von "hunderten Millionen Menschen" in ihren Städten zu sprechen. Sie riefen alle Bürger auf, eine Petition zur Unterstützung ihrer Initiative zu unterzeichnen. "Wir müssen alle zusammenarbeiten, um den Planeten zu retten", betonten sie.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Türkei wählt Parlament und mächtigen Präsidenten
Istanbul - Fast eineinhalb Jahre früher als geplant werden in der Türkei der Präsident und ein neues Parlament gewählt. Knapp 60 Millionen Türken sind zur Stimmabgabe …
Türkei wählt Parlament und mächtigen Präsidenten
Mehr als 520 Einwandererkinder in den USA wieder mit Eltern vereint
Nach der Trennung von ihren Eltern im Zuge der sogenannten Null-Toleranz-Politik sind in den USA 522 Flüchtlingskinder wieder mit ihren Familien vereint worden.
Mehr als 520 Einwandererkinder in den USA wieder mit Eltern vereint
Anschlag auf Kundgebung in Äthiopien
Der neue Regierungschef von Äthiopien hat das bislang mit harter Hand regierte Land in nur wenigen Monaten aufgerüttelt. Seine Reformen finden viel Zuspruch. Doch bei …
Anschlag auf Kundgebung in Äthiopien
Eritreer (20) verletzt Notärztin schwer: Herrmann fordert „harte Strafe“
Ein junger Geflüchteter aus Eritrea griff vier Menschen in Ottobrunn an. Einer Notärztin wurden mehrere Zähne ausgeschlagen. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann …
Eritreer (20) verletzt Notärztin schwer: Herrmann fordert „harte Strafe“

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.